Aktuelle Erhebung über Art und Häufigkeit von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln in bayerischen Apotheken
ID: 554763
Aktuelle Erhebung über Art und Häufigkeit von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln in bayerischen Apotheken
Im Rahmen der Studie dokumentierten knapp 100 bayerische Apotheken im Juli 2011 je 100 aufeinanderfolgende Kundenkontakte. Die beteiligten Apotheken und die BA KlinPharm sammelten und analysierten insgesamt rund 24.000 Daten von fast 21.000 Apothekenkunden. "Bei einer Interaktion können die Medikamente ihre Wirkungen oder Nebenwirkungen wechselseitig verstärken, aber auch abschwächen", erklärt Mayer. "Das Risiko einer Wechselwirkung steigt mit der Zahl gleichzeitig eingenommener Medikamente, dem Alter der Patienten und der Zahl der beteiligten Ärzte und Apotheker."
Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Bei jedem 6. Kunden kommt es zu Wechselwirkungen. Bei jedem 8. Betroffenen sind Arzneimittel der Selbstmedikation beteiligt. Die häufigsten Problemgruppen sind Schmerzmittel, Mineralstoff- Präparate, Blutdruckmittel und Antidepressiva. So kann zum Beispiel der Stimmungsaufheller Johanniskraut die Wirkung der Anti-Baby-Pille vermindern. Mineralstoff- Präparate können die Wirkung bestimmter Antibiotika aufheben. Insgesamt machen 14 Arzneimittel-Kombinationen über 50 Prozent aller dokumentierten Interaktionen aus. Mayer: "Wir werten dieses Ergebnis als positiv. Es zeigt, dass Wechselwirkungen im Apothekenalltag häufig vorhersehbar und damit vermeidbar sind." Über 870.000 Interaktionen stuften die Wissenschaftler der BA KlinPharm als schwerwiegend ein. "Das bedeutet, dass die gleichzeitige Einnahme der Medikamente kontraindiziert ist, sich also ausschließt und damit für den Patienten lebensbedrohlich sein kann", sagt Mayer. Statistisch gesehen, deckt jede Apotheke in Bayern einmal täglich eine solche gefährliche Wechselwirkung auf.
Ein positives Ergebnis der Studie ist, dass 82 Prozent der dokumentierten Wechselwirkungen bereits durch ein Beratungsgespräch in der Apotheke geklärt werden konnten. In 8 Prozent der Fälle half der Apotheker dem Patienten durch eine sofortige Rücksprache mit dem Arzt weiter. "Die Studie macht deutlich, wie wichtig die persönliche Beratung beim Arzneimittelkauf ist - auch wenn es sich um vermeintlich harmlose Medikamente handelt", sagt Ulrich Koczian, Sprecher der BA KlinPharm und Vizepräsident der Bayerischen Landesapothekerkammer. "Gerade Patienten, die erstmalig ein bestimmtes Arzneimittel anwenden, sollten sich in der Apotheke informieren, ob besondere Vorsichtsmaßnahmen zu beachten sind. Bayerns Apotheke nehmen die Ergebnisse unserer Studie sehr ernst und starten dazu eine Aufklärungsaktion!" Im Januar und Februar 2012 hängen in vielen bayerischen Apotheken Plakate, die auf Wechselwirkungen aufmerksam machen. Zudem fordern die Apotheken ihre Patienten aktiv auf, sich zu dem Thema beraten zu lassen.
Kontakt
Katrin Gast
Bayerische Landesapothekerkammer
Tel.: 089 / 92 62 61
E-Mail: katrin.gast@blak.aponet.de
http://www.blak.de/
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 16.01.2012 - 16:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 554763
Anzahl Zeichen: 3808
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 305 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Aktuelle Erhebung über Art und Häufigkeit von Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln in bayerischen Apotheken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bayerische Landesapothekerkammer (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
München - "Die Zukunft der Arzneimittelversorgung im Spannungsfeld von Ökonomieund Qualität" heißt das politische Motto, unter dem sich über 500 bayerische Apothekerinnen und Apotheker vom 11. bis 13. Mai in Augsburg treffen. In einer Zeit, in der die Politik durch immer neue Gesetze
Weitere Mitteilungen von Bayerische Landesapothekerkammer
HAPPACH-KASAN / NEUMANN: Rückzug der BASF-Gentechnikforschung ist Verlust für den Hightechstandort Deutschland (16.01.2012) ...
BERLIN. Zur Ankündigung des Chemiekonzerns BASF, wegen der großen Widerstände in Deutschland seine Forschungsaktivitäten zur Grünen Gentechnik aus Deutschland ins Ausland zu verlagern, erklären die Sprecherin für Ernährung und Landwirtschaft Christel HAPPACH-KASAN und der forschungspolitisch
Empfehlung für den Service: Podestleitern einsetzen ...
Bis zu vier Meter kann die Arbeitshöhe betragen, wenn an modernen Drehmaschinen Wartungs- oder Reparaturarbeiten durchgeführt werden müssen. Um dabei die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, empfiehlt eines der führenden deutschen Maschinenbauunternehmen seinen Kunden, dafür Podestlei
VDAI-Wirtschaftspressekonferenz / 16. Januar 2012, Düsseldorf, Industrie-Club e.V. ...
- Es gilt das gesprochene Wort - Unterhaltungsautomatenwirtschaft 2011 - Existenzängste in unsicherem politischen Umfeld - Versuch der Vernichtung einer ganzen Branche - Kumulation von Belastungen - Überzogene Regelungen begünstigen das illegale Spiel "Das Jahr
Bureau Veritas erhält BSH-Anerkennung zur Prüfung von Offshore-Windparks ...
Die Bureau Veritas Industry Services GmbH hat vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Bestätigung für die Prüfung der Konformität von Offshore-Windenergieanlagen in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) von Nord- und Ostsee erhalten. "Dies ist eine wichtige Er




