Erstmals Gas aus Windstrom auf dem Markt
ID: 555032
seine Gaskunden teilweise mit Wasserstoff beliefern, der regenerativ
und klimaneutral mit Windstrom erzeugt wurde. Die
Energie-Genossenschaft unterzeichnete heute einen Abnahme-Vertrag mit
der Firma Enertrag. Das Windenergie-Unternehmen betreibt nördlich von
Prenzlau (Brandenburg) eine Pilotanlage, die Wasser elektrolytisch in
Wasserstoff und Sauerstoff aufspaltet. Mit dem so entstandenen
Wasserstoff - dem Windgas - wird Greenpeace Energy seine aktuell
6.000 Gaskunden versorgen, sobald der Anschluss ans Gasnetz
hergestellt ist.
Die Windgas-Technologie erlaubt es, überschüssige Windenergie zu
verwenden, die sonst ungenutzt bliebe. Bislang werden Windanlagen bei
stürmischem Wetter oft abgeschaltet, um das Stromnetz nicht zu
überlasten.
"Windgas ist ein ganz wesentlicher Baustein für das Gelingen der
Energiewende in Deutschland", sagt Greenpeace Energy-Vorstand Steffen
Welzmiller. Ohne geeignete Speichertechnologien kann Deutschland sich
nicht zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien versorgen. Schließlich
schwankt die Stromproduktion von Solar- und Windkraftwerken je nach
Wetter. Die heutigen Pumpspeicherkraftwerke reichen aber bei Weitem
nicht aus, die künftig zu erwartenden Überschüsse von Sonnen- und
Windstrom aufzunehmen und damit wind- und sonnenschwache Zeiten zu
überbrücken.
Hingegen lässt sich Windgas in das herkömmliche Erdgasnetz
einspeisen, das mehrere Prozent Wasserstoff-Beimischung verträgt.
Damit vermag es um Größenordnungen mehr Energie aufzunehmen als
andere Speichertechnologien. Das Gemisch aus dem Gasnetz lässt sich
wie gewohnt zum Heizen oder Kochen sowie als Treibstoff für Autos
verwenden. Vor allem ist es möglich, daraus in Gaskraftwerken wieder
Strom zu machen.
Greenpeace Energy bietet seit Oktober 2011 den Tarif "proWindgas"
an. Dabei zahlen die Kunden pro Kilowattstunde Erdgas einen Aufschlag
von 0,4 Cent, der in den Ausbau der Windgas-Technologie fließt. Neben
dem Kauf von regenerativ erzeugtem Wasserstoff plant die Hamburger
Energie-Genossenschaft auch den Bau eigener Elektrolyse-Anlagen, um
den Windgas-Anteil sukzessive zu steigern.
Greenpeace Energy ist die größte bundesweite, unabhängige
Energie-Genossenschaft in Deutschland. Das Unternehmen versorgt mehr
als 110.000 Kunden, darunter rund 8.000 Geschäftskunden, mit sauberem
Strom. Im Juli 2011 hat Greenpeace Energy sein Angebot um das
neuartige und ökologisch sinnvolle Gasprodukt proWindgas erweitert
und ist damit zum Energievollversorger geworden.
Pressekontakt:
Achtung Redaktionen: Bei Nachfragen und Interviewwünschen wenden Sie
sich bitte an Dr. Kirsten Brodde, Pressesprecherin bei Greenpeace
Energy, E-Mail presse@greenpeace-energy.de, Telefon 040/ 808 110 658.
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Datum: 17.01.2012 - 09:00 Uhr
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