Forderung nach einer öffentlichen europäischen Ratingagentur wieder aktuell
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Forderung nach einer öffentlichen europäischen Ratingagentur wieder aktuell
"Immer wieder haben Ratingagenturen versagt, wenn es darum ging, die Ausfallrisiken von Kreditnehmern oder Finanzprodukten einzuschätzen. Das gilt nicht nur für verbriefte US-Hypothekenkredite, die von den Ratingagenturen mit Bestnoten versehen wurden und sich später als Giftmüll erwiesen. Bereits früher haben sie Finanzkrisen entscheidend mit verursacht, etwa im Fall der Mexiko- oder der Asienkrise, als die Ratingagenturen durch Herabstufungen Öl ins Feuer gossen und die Kapitalflucht verstärkten.
Um diese Probleme hat sich lange kaum jemand gekümmert. Die Bundesregierung entdeckt die Forderung nach einer neuen Ratingagentur erst, seitdem die Eurozone und die eigene Krisenpolitik betroffen sind. Leider entsteht dadurch der Eindruck, sie wünsche sich Gefälligkeitsgutachten. Damit schadet sie der Glaubwürdigkeit einer vernünftigen und keineswegs neuen Forderung, die beileibe nicht auf ihrem Mist gewachsen ist."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 17.01.2012 - 14:45 Uhr
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