Zukunftsstrategie für lebenswerte ländliche Räume

Zukunftsstrategie für lebenswerte ländliche Räume

ID: 556178

Zukunftsstrategie für lebenswerte ländliche Räume



(pressrelations) -
Ministerin Aigner stellt im Bundeskabinett den ersten Fortschrittsbericht vor

Um die ländlichen Räume in Deutschland als eigenständige Lebens- und Wirtschaftsräume zu stärken, sie attraktiv zu halten und nachhaltig zu gestalten, hat die Bundesregierung in der Kabinettssitzung am Mittwoch eine ressortübergreifende Strategie für lebenswerte ländliche Räume beschlossen.

Die Grundlage für diesen Fortschrittsbericht mit konkreten Zielen und Maßnahmen wurde von einer interministeriellen Arbeitsgruppe unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums erarbeitet. "Die ländlichen Räume in Deutschland sind vielfältig: Sie sind Lebensraum und Wirtschaftsstandort, sie bieten Erholung in Wäldern und an Seen, sie vereinen land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen, moderne Siedlungen und historisch gewachsene Gemeinden. Ziel der Bundesregierung ist es, das jeweilige Potenzial der ländlichen Räume zu fördern und sie fit für die Zukunft zu machen", erklärte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner.

Das Leben findet in Deutschland überwiegend auf dem Land statt: 65 Prozent der Bevölkerung lebt außerhalb von Großstädten. Auch der überwiegende Teil der 3,5 Millionen Wirtschaftsbetriebe in Deutschland ist in der Fläche zu finden. Das gleiche gilt für Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser. Vor diesem Hintergrund benennt der Bericht Herausforderungen und Chancen für die drei Handlungsfelder "Wirtschaft und Arbeit", "Daseinsvorsorge und ländliche Infrastrukturen" sowie "Umwelt und Natur".

Die Strategie der Bundesregierung stellt heraus, wie die ökonomischen, sozialen und ökologischen Erfordernisse mehr als bisher auf die regionalen Verhältnisse zugeschnitten und die Eigenverantwortung der Regionen gestärkt werden können. So wird es 2012 ein Modellvorhaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit dem Namen "LandZukunft" geben. Dabei werden Menschen mit Unternehmergeist bei innovativen Projekten begleitet, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen und Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen zu sichern. Damit reagiert die Bundesregierung auch auf den demografischen Wandel, der oftmals dazu führt, dass die Bevölkerung im ländlichen Raum nicht nur abnimmt, sondern auch immer mehr junge Menschen abwandern. Schon jetzt ist in einigen Regionen über ein Viertel der Menschen älter als 65 Jahre. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sollen über das Projekt neue Ansätze für den ländlichen Raum erprobt werden.



Darüber hinaus gibt es einen Mikrokreditfonds für Kleinunternehmer und Existenzgründer im ländlichen Raum, über den Mikrokredite von bis zu 20.000 Euro vergeben werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Fortschrittsbericht ist die medizinische Versorgung im ländlichen Raum: Mit dem seit Januar gültigen Versorgungsstrukturgesetz will die Bundesregierung bestehende Versorgungslücken schließen. Die geplanten Maßnahmen berücksichtigen die Belange der Patientinnen und Patienten auf dem Land und machen die Regionen für Mediziner attraktiver.

"Mit der Verabschiedung des Fortschrittsberichtes setzt die Bundesregierung ein weiteres starkes Zeichen unserer Verantwortung für die ländlichen Räume und leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland", so die Ministerin.

Hintergrund

Die von der Bundesregierung eingesetzte interministerielle Arbeitsgruppe "Ländliche Räume" hatte im April 2009 ein Handlungskonzept der Bundesregierung zur Weiterentwicklung der ländlichen Räume vorgelegt. Es wurde der Auftrag erteilt, die Politikbereiche besser zu koordinieren. Mit dem Fortschrittsbericht zur Entwicklung ländlicher Räume legt die Bundesregierung eine übergeordnete Strategie für die ländlichen Räume vor. Die Aktivitäten der Bundesregierung werden darin im Sinne eines integrierten Politikansatzes besser aufeinander abgestimmt und kontinuierlich weiterentwickelt.

Den Bericht finden Sie im Internet unter www.bmelv.de/fortschrittsbericht.


Kontakt:
Pressestelle
Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Dienstsitz Berlin, Wilhelmstraße 54, 10117 Berlin
Telefon: 0 30 / 1 85 29 - 31 74 / - 32 08
Telefax: 0 30 / 1 85 29 - 31 79
E-Mail: pressestelle@bmelv.bund.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  DHL startet Ausbildung für Berufskraftfahrer Jetzt mit Ländern über BAföG-Anpassung sprechen
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.01.2012 - 12:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 556178
Anzahl Zeichen: 4651

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 359 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zukunftsstrategie für lebenswerte ländliche Räume"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Mehr Unterstützung für kleinere und mittlere Landwirte ...
Bundestag stimmt Gesetz für die Förderung der ersten Hektare zu Der Deutsche Bundestag hat heute das Gesetz zur Gewährung einer Umverteilungsprämie der Agrar-Direktzahlungen im Jahr 2014 beschlossen. Mit dem Gesetz wird ein wichtiger Teil der Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik auf national

Einigung über die Finanzierung der Europäischen Fischereireform ...
Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Hans-Peter Friedrich, hat die politische Einigung über die zukünftige Ausgestaltung des Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) als Meilenstein auf dem Weg zu einer nachhaltigen Fischerei gewürdigt: "Mit der gestrigen Ei

Bundesminister Friedrich präsentiert Regionalfenster ...
Neue Regionalkennzeichnung sorgt für mehr Transparenz beim Einkauf Dr. Hans-Peter Friedrich, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, hat am Donnerstag auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin eine neue Regionalkennzeichnung für Lebensmittel vorgestellt. "Das Regional


Weitere Mitteilungen von Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)


"Bauern gehen mit gesundem Selbstbewusstsein in das neue Jahr ...
DBV-Präsident Sonnleitner vor der Eröffnung der Grünen Woche 2012 "Unsere Bäuerinnen und Bauern gehen mit einem gesunden Selbstbewusstsein in das Jahr 2012 hinein." Diese Aussage traf der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Eröffnungspresseko

SSD-Festplatten: DIGITTRADE setzt zukunftsweisende SSD-Technologie künftig in allen Sicherheitsspeichermedien ein ...
Teutschenthal - Die Solid-State-Drives (SSD) schicken sich an durch technologischen Vorsprung den Markt der Massenspeichermedien grundlegend zu verändern. Was bei USB-Sticks und Speicherkarten längst zum Standard gehört, wird für mehr und mehr Anwender auch bei Festplatten zur echten Alternati

Hygiene unverzichtbar für die Lebensmittelproduktion: NIEDERBERGER Gruppe als "Food Service-Spezialist auf der Anuga FoodTec 2012 in Köln ...
Köln - Wenn sich vom 27. bis zum 30. März 2012 die Lebensmittelindustrie in Köln auf der 6. Anuga FoodTec versammelt, werden die "Food Service"-Spezialisten der NIEDERBERGER Gruppe (www.niederberger-gruppe.de) das Thema Hygiene und dessen zentrale Bedeutung für die lebensmittelverarb

STAFFELDT: Anhörung bestätigt Antrag der Koalition zur Sportbootschifffahrt ...
BERLIN. Zur öffentlichen Anhörung zum Antrag von FDP und CDU/CSU "Neue Impulse für die Sportbootschifffahrt" im Verkehrsausschuss erklärt der Schifffahrtsexperte der FDP-Bundestagsfraktion Torsten STAFFELDT: Die Anhörung zum Sportbootführerschein hat erneut gezeigt, dass der Ant

DB steigert 2011 Pünktlichkeit der Personenverkehrszüge deutlich auf 92,9 Prozent ...
Nah- und Fernverkehr legten zu Saisonal bedingter Rückgang der Bautätigkeit, weniger Güterverkehr und milde Witterung ließen Werte im Dezember 2011 auf 93,8 Prozent steigen Pünktlichkeitsstatistik unter www.bahn.de/puenktlichkeit und www.deutschebahn.com/puenktlichkeit (Berlin,


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z