Nordrhein-Westfalens Landesverwaltung ist vielfältig
ID: 556248
Nordrhein-Westfalens Landesverwaltung ist vielfältig
Ergebnisse von Beschäftigtenbefragung vorgelegt
Düsseldorf, 18.01.2012 Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:
Der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den Landesministerien ist höher als erwartet: er beträgt zwölf Prozent. Dies hat eine Befragung ergeben, die das Land im Rahmen der Landesinitiative "Mehr Migrantinnen und Migranten in den Öffentlichen Dienst ? Interkulturelle Öffnung der Landesverwaltung" durchgeführt hat. Die Zahl umfasst Beschäftigte mit Zuwanderungsgeschichte aus Ländern der Europäischen Union ebenso wie Drittstaatsangehörige, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler.
Die Befragung stieß auf große Akzeptanz: Über 67 Prozent der Beschäftigten haben daran teilgenommen. Bislang gab es keine Erhebung des Migrantenanteils in der Landesverwaltung. "Wir freuen uns sehr darüber, dass Vielfalt in unseren Ministerien schon viel selbstverständlicher ist als bisher angenommen", sagte Integrationsminister Guntram Schneider heute (18.1.2012) in Düsseldorf. "Für uns kommt es nicht darauf an, aus welchem Land jemand kommt, sondern welche Kompetenzen er oder sie mitbringt."
Einen Anlass, sich mit diesem Ergebnis zufrieden zu geben, sehen Minister Schneider und Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin allerdings nicht: "Fast ein Viertel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung hat einen Migrationshintergrund. Wir wollen, dass sich dies irgendwann auch in der öffentlichen Verwaltung widerspiegelt."
Dabei setze das Land nicht auf eine festgeschriebene Quote, sondern auf die Landesinitiative, die mit verschiedenen Maßnahmen und Instrumenten dazu beitragen solle, den Anteil von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der Landesverwaltung zu erhöhen, sagte Kaykin. "Dazu gehören zum Beispiel das Pilotprojekt ?Anonymisierte Bewerbung? oder die Werbung für eine Ausbildung im Öffentlichen Dienst. Das zweite zentrale Ziel der Landesinitiative ist eine Verbesserung der interkulturellen Kompetenz der Verwaltungsbeschäftigten insgesamt." Außerdem wolle das Land mit der Initiative einen landesweiten Impuls zur interkulturellen Öffnung von Verwaltungen, Verbänden und Unternehmen geben.
"Unsere Verwaltung profitiert von Vielfalt", so Minister Schneider: "Wir brauchen interkulturelle Kompetenz und eine differenzierte Sichtweise auf die Lebensverhältnisse der Bürgerinnen und Bürger. Ohne die Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund werden wir die Herausforderungen der Zukunft nicht stemmen können."
Die anonyme und freiwillige Beschäftigtenbefragung in den obersten Landesbehörden wurde von IT.NRW (Landesbetrieb Information und Technik NRW) im Auftrag des Integrationsministeriums durchgeführt. Grundlage der Befragung war die Definition zum Migrationshintergrund aus dem Entwurf zum Teilhabe- und Integrationsgesetz Nordrhein-Westfalen, das im Frühjahr in Kraft treten soll. Vereinfacht gesagt sind Menschen mit Migrationshintergrund im Sinne dieses Gesetzes Personen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen oder die seit dem 1. Januar 1950 nach Deutschland zugewandert sind oder bei denen mindestens ein Elternteil seit 1950 zugewandert ist.
Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf
Tel.: 0211 855-5
Fax: 0211 855-3211
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.01.2012 - 13:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 556248
Anzahl Zeichen: 3615
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 298 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nordrhein-Westfalens Landesverwaltung ist vielfältig"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Staatssekretär Klute: 1,2 Millionen Euro zur Förderung von Migrantenselbstorganisationen sind gut angelegte Investition Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales teilt mit: Nordrhein-Westfalen führt ab sofort eine systematische Förderung von Migrantenorganisationen ein und st
Minister Schneider: Tarifverhandlungen in der Fleischindustrie ? Sieg der Tarifautonomie ...
Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Zum offensichtlich kurz bevor stehenden Beginn von Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) und der Fleisch verarbeitenden Industrie sagt Arbeitsminister Guntram
Minister Schneider und Minister Jäger: Wir lassen die Städte nicht allein ...
Maßnahmen der Landesregierung zur Unterstützung der von Armutszuwanderung betroffenen Kommunen Das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales und das Ministerium für Inneres und Kommunales des Landes Nordrhein-Westfalen teilen mit: Integrationsminister Guntram Schneider und Innenm
Weitere Mitteilungen von Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAIS NRW)
Oskar Lafontaine: Für eine rot-rote Koalition an der Saar ...
Der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine, hat sich erneut für eine rot-rote Koalition im Saarland ausgesprochen. Eine solche Koalition sollte das Ziel von SPD und Linken nach der Neuwahl des saarländischen Landtags sein. "Schuldenbremse heiß
Niebel betrügt bei Stellenbesetzung ...
Zur Stellenbesetzung von FDP-Politikerin Gabriela Büssemaker im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erklärt der entwicklungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Sascha Raabe: Die künftige Leiterin der neuen, beim Entwicklungsministerium angesiedelt
Befremdliches Urteil zum Maßregelvollzug ...
"Das Bundesverfassungsgericht hat heute ein befremdliches Urteil verkündet. In dem besonders sensiblen Bereich des Maßregelvollzugs, in dem die Einsitzenden aufgrund ihrer Erkrankung regelmäßig zusätzlichen Einschränkungen ausgesetzt sind, haben ökonomische Zweckmäßigkeitserwägungen
Bundeskabinett beschließt Verbunddatei zur verbesserten Bekämpfung des gewaltbezogenen Rechtsextremismus ...
Die Bundesregierung hat heute den vom Bundesminister des Innern vorgeleg-ten Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Bekämpfung des Rechtsext-remismus beschlossen. Ziel des Gesetzentwurfs ist es, angesichts der Bedro-hung durch den gewaltbezogenen Rechtsextremismus den Informationsaus-tausch




