IG BAU&NABU: Regierung gefährdet Erfolg der Energiewende / KfW-Förderung für Gebäudesanierungen droht Kürzung
ID: 557938
Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und der Naturschutzbund Deutschland
(NABU) fordern eine verlässliche Förderung des KfW-Programms zur
energetischen Gebäudesanierung. "Die Bundesregierung muss ihre
Zusagen für die Bereitstellung der Mittel einhalten. Sonst ist die
Energiewende nicht zu schaffen", sagte der IG BAU-Bundesvorsitzende
Klaus Wiesehügel.
Die Bundesregierung hatte Zuschüsse für das KfW-Programm in Höhe
von 1,5 Milliarden Euro jährlich bis zum Jahr 2014 zugesagt. Diese
Mittel sollen aus dem "Energie- und Klimafonds" finanziert werden.
Der Fonds speist sich aus den Einnahmen für CO2-Zertifikate. Weil der
Fonds aufgrund der gefallenen Preise dieser Zertifikate geringere
Einnahmen erzielt, will die Regierung nun erst einmal nur die Hälfte
der ursprünglich zugesagten Fördermittel für das KfW-Programm
auszahlen.
Die Bundesregierung stellt damit ihre eigenen Klimaschutzziele in
Frage "Das Vertrauen in die staatliche Unterstützung für
Gebäudesanierungen würde durch solche drastischen Kürzungen weiter
ernsthaft erschüttert", machte auch NABU-Präsident Olaf Tschimpke
deutlich. "Während bereits die Gesetzgebung für zusätzliche
Steueranreize stockt, ist jetzt auch noch das Fundament der
Sanierungstätigkeit in Deutschland gefährdet", so Tschimpke. "Ohne
Planungssicherheit werden viele Hauseigentümer nicht in die
energetische Sanierung investieren. Darunter leiden der Klimaschutz
und auch die Beschäftigungssicherung."
Die IG BAU und der NABU fordern daher eine Umstellung der
Zuschüsse für das KfW-Gebäudesanierungsprogramm. "Die Mittel dürfen
nicht vom Auf und Ab der Preise für CO2-Zertifkate abhängen", sagte
Wiesehügel. "Wenn es die Bundesregierung mit der Energiewende ernst
meint, muss sie die Zuschüsse im Haushalt fest einplanen." Die
CO2-Sanierung ist ein wichtiger Baustein, um die Klimaschutzziele der
Regierung zu erreichen. Mit 40 Prozent entfällt der größte Anteil des
Energieverbrauchs in Deutschland auf Gebäude.
Für Rückfragen:
Ulf Sieberg, NABU-Energieexperte, Tel. 030-284984-1521, mobil
0173-9001782 Originaltext vom NABU
Pressekontakt:
NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722,
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: Presse@NABU.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.01.2012 - 13:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 557938
Anzahl Zeichen: 2557
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin/Frankfurt am Main
Kategorie:
Bundesregierung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 241 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IG BAU&NABU: Regierung gefährdet Erfolg der Energiewende / KfW-Förderung für Gebäudesanierungen droht Kürzung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
NABU (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Berlin (voices) Jörg-Andreas Krüger, Präsident (NABU-Bundesverband) zum Themen-Impuls: „3 Wege, wie Unternehmen Nachhaltigkeit neu definieren". Pressekontakt: Jérôme Lombard Pressesprecher Jerome.Lombard@NABU.de Copyright: NABU / Die Verwendung dieses Videos für redaktionelle Zwe
Kuck mal, wer da an der Nessel knabbert - Der NABU will wissen, welche Raupen an Brennnesseln zu finden sind ...
Bei Brennnesseln denken die meisten Menschen an Unkraut und juckende Quaddeln auf der Haut. Die Pflanze hat ein schlechtes Image und wird darum aus vielen Gärten verbannt. "Das ist schade, denn die Brennnessel ist für viele Schmetterlingsraupen eine wichtige Futterpflanze", sagt NABU-Ins
Mehr als eine halbe Million Menschen stellen sich gegen den Abbau von Umweltgesetzen / NABU-Präsident Krüger: Wer Umweltstandards abbaut, ignoriert die Interessen der Bevölkerung ...
Mehr als eine halbe Million Menschen europaweit fordern: Hände weg von unserer Natur! Mit ihrer Unterstützung der Kampagne "Hands Off Nature" senden sie ein deutliches Signal an die EU-Politik: Naturschutz darf nicht dem politischen Druck einzelner Lobbyinteressen geopfert werden. "
Weitere Mitteilungen von NABU
AOK: Bessere Leistungen für Demenzkranke schneller realisieren ...
Der AOK-Bundesverband begrüßt, dass die Bundesregierung jetzt eine Teilreform der Pflegeversicherung mit einer Aufstockung der Leistungen für demenzkranke Pflegebedürftige angeht. Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes sagte dazu: "Diese Leistungsverbesserungen
BVR: Wachstumseinschätzung der Bundesregierung realistisch / Fiskalpakt nicht verwässern ...
Die Einschätzung der Bundesregierung, dass die deutsche Wirtschaft nach zwei konjunkturell schwachen Quartalen im Winterhalbjahr 2011/12 wieder auf einen Wachstumspfad einschwenken und im Jahresdurchschnitt um 0,75 Prozent wachsen werde, hält der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Rai
Damit der mündige Patient keine Floskel bleibt: Stärkung der Patientenrechte notwendig ...
Die Techniker Krankenkasse (TK) begrüßt das Ziel der Bundesregierung, die Rechte der Patienten zu stärken. "Die im Entwurf für ein Patientenrechtegesetz vorgeschlagenen Maßnahmen sind notwendige Schritte, damit die Menschen künftig mehr Rechtssicherheit erhalten, wenn sie sich im Gesun
Dietrich: "Eingepfercht in arztferne und patientenschädliche Tätigkeiten." / Bundesregierung muss ihr Bürokratieabbau-Programm unverzüglich umsetzen ...
"Etwa zwölf Stunden pro Arbeitswoche sind meine Mitarbeiterinnen und ich gebunden durch Praxisbürokratie, weitere vier Stunden gehen für mich persönlich für unsinnige Dokumentationen und fast täglich zunehmende Kassenabfragen drauf - insgesamt fehlen uns pro Woche 16 Stunden, die meine




