Dr. Gerd Müller: Transparenz auf dem Milchmarkt immer wichtiger
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Dr. Gerd Müller: Transparenz auf dem Milchmarkt immer wichtiger
Auf dem gestern in Berlin unter dem Thema "Transparenz am Milchmarkt: Wird zuviel preisgegeben?" stattfindenden Fachforum des Deutschen Bauernverbandes erklärte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschaftsministerin, Dr. Gerd Müller, dass Transparenz anlässlich der Deregulierung des europäischen Milchmarktes und der zunehmenden Ausrichtung des Absatzes auf die Exporte eine immer wichtigere Rolle spiele.
Angesichts der starken Konkurrenz aus Neuseeland, Australien, Argentinien und den USA auf den Drittlandsmärkten in den aufstrebenden Schwellenländern bräuchten die in der Wertschöpfungskette Milch tätigen Unternehmen verlässliche Daten, um ihre Leistungsfähigkeit weiter zu verbessern. "Die Diskussion, die das Bundeskartellamt mit seiner Sektoruntersuchung Milch und dem Fallbericht zum Preisberichterstattungssystem der Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) angestoßen hat, bewerten wir grundsätzlich als nützlich", sagte Müller. Die Diskussionen zur Relevanz von Markttransparenz seien aber weiterzuführen.
Der Staatssekretär wies ferner auf die Möglichkeiten des Milchpaketes in Bezug auf Transparenz hin. Milch-Branchenorganisationen dürfen danach unter anderem künftig statistische Daten zu Preisen, Mengen und Vertragslaufzeiten von Rohmilchlieferverträgen veröffentlichen. Diese Entwicklung muss berücksichtigt werden, wenn nationale Grundsätze für die kartellrechtliche Bewertung von Preisberichterstattungssystemen festgelegt werden. "Es ist offensichtlich, dass das Thema Transparenz auf dem Brüsseler Parkett deutlich offener angegangen wird, als dies das Bundeskartellamt tut", so Müller.
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Datum: 24.01.2012 - 11:30 Uhr
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