Zwei Bewerbungen für den Bundeswettbewerb ?Schaufenster Elektromobilität?

Zwei Bewerbungen für den Bundeswettbewerb ?Schaufenster Elektromobilität?

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Zwei Bewerbungen für den Bundeswettbewerb "Schaufenster Elektromobilität"



(pressrelations) -
Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger: "Nordrhein-Westfalen hat eine reelle Chance sich durchzusetzen."

2000 Elektrofahrzeuge sollen zum Einsatz kommen, 600 Ladesäulen aufgestellt werden: Nordrhein-Westfalen schickt Projekte mit einem Volumen von weit mehr als 150 Millionen Euro ins Rennen, um bundes-weit zu den ausgewählten Schaufenstern der Elektromobilität zu gehören. "Wir wollen zeigen, dass Elektromobilität in der bevölkerungs- und verkehrsreichsten Region Deutschlands funktioniert", erklärt Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger.

Aus Nordrhein-Westfalen haben sich sowohl die "Route der Elektromobilität" als auch die Aachener "Campusbahn" für den Bundeswettbewerb beworben. Ziel der Bundesregierung ist es drei bis fünf groß angelegte regionale Schaufenster aufzubauen, um Deutschland als Leitmarkt und führenden Anbieter für Elektromobilität zu positionieren. Sie stellt dafür Fördermittel in Höhe von 180 Millionen Euro bereit. Im Erfolgsfall unterstützt die Landesregierung die Vorhaben in den Jahren 2012 bis 2015 zusätzlich mit bis zu 30 Millionen Euro.

"Auch andere Bundesländer gehen mit guten Projekten an den Start. Gleichwohl bin ich zuversichtlich, dass unsere starken Bewerbungen eine reelle Chance haben sich durchzusetzen", sagt Minister Voigtsberger.

Mit über zehn Millionen Einwohnern ist die Modellregion Rhein-Ruhr der größte Ballungsraum Deutschlands und einer der wichtigsten Lebens-, Wirtschafts- und Wissenschaftsräume der EU. Mitten hindurch führt die so genannte Route der Elektromobilität: 50 aufeinander abgestimmte Projekte sind entlang der Route des Regionalexpress RE1 von Aachen über Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen/Bottrop und Bochum bis nach Dortmund aufgereiht.

Beteiligt sind 175 Partner, darunter Unternehmen wie Opel, Ford, Evonik, RWE und EON sowie Wissenschafts-einrichtungen wie RWTH Aachen, TU Dortmund, Ruhr-Universität Bochum und Fraunhofer Institut. Diese Projekte haben ein Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro und machen alle Aspekte der Elektromobilität erlebbar.



2000 Elektrofahrzeuge kommen zum Einsatz, 600 Ladesäulen werden zusätzlich zu den 500 bereits vorhandenen aufgestellt. Steuerwagen des Regionalexpress RE1 werden mit Ladestationen ausgerüstet, an denen E-Bikes und Pedelecs während der Zugfahrt geladen werden können.

Weitere Projekte entlang der "Route der Elektromobilität":
  • Das Dortmunder Fraunhofer Institut IML organisiert die Nutzung von Elektrofahrzeugen durch Pflegedienstunternehmen.
  • Das Projekt "Smart Fleet" aus InnovationCity Ruhr zeigt den Einsatz von Elektro-Flotten im Wirtschaftsverkehr kombiniert mit Lade- und Routenplanung sowie Park Charge. Dazu gehört auch die Auflademöglichkeit für E-Mobile auf öffentlichen Parkplätzen.
  • Das Projekt E-Carflex Business Düsseldorf, an dem sich Stadt und Stadtwerke beteiligen, wird Elektrofahrzeuge verschiedener Unternehmen und öffentlicher Institutionen in einem virtuellen Pool eigenen Mitarbeitern und Dritten zur Verfügung stellen.
  • Die Hochschule Bochum nimmt sich - mit Partnern - des Themas Qualifizierung zum Beispiel in Werkstätten und Rettungsdiensten an.
  • Ford stellt 500 Fahrzeuge zur Verfügung und Opel wird sich speziell mit dem Modell Ampera engagieren.
  • Unter Leitung der Universität Duisburg-Essen wird das System eines verkehrsträger-übergreifenden Personenverkehrs organisiert. Angestrebt werden insgesamt bis zu 1.000 E-Fahrzeuge in den Innenstadtzonen von Dortmund, Bochum, Essen, Köln.
Aachen bewirbt sich mit dem Projekt Campusbahn und hat ein emissionsfreies Mobilitätskonzept entwickelt, das Stadtbahn, Bus, Pkw und Fahrrad intelligent verknüpft. Das Vorhaben gliedert sich in 16 Teilprojekte und wird von zahlreichen Projektpartnern unterstützt:

Kern ist die Mehrfachnutzung der für die geplante Stadtbahn benötigten Infrastruktur. Die so genannten Unterwerke, über die Strom in die Oberleitung eingespeist werden soll, dienen dabei gleichzeitig als Standort für ein auf Elektromobilität basierendes Park Ride-System. Der Strom zur Ladung der Elektrofahrzeuge und für den Betrieb der Campusbahn soll durch regenerativ erzeugte Energie bereitgestellt werden.

Die künftige Stadtbahn soll die City oberleitungsfrei durchqueren, indem sie in diesem Bereich Strom aus Akkus nutzt.


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Datum: 24.01.2012 - 13:00 Uhr
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