Antibiotika: Falsche Einnahme begünstigt Resistenzen
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vorgesehen einnehmen. Der falsche Gebrauch von Antibiotika kann die
Entstehung von Resistenzen begünstigen. Dadurch kann die Wirksamkeit
bei Infektionserregern verloren gehen. "Wie lange ein Antibiotikum
eingenommen werden muss, hängt vom Wirkstoff und der zu behandelnden
Erkrankung ab. Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker. Eine
Kontrolle durch den Arzt empfehle ich Patienten, die nach zwei bis
drei Tagen Antibiotika-Einnahme noch keine Besserung bemerken," sagt
Erika Fink, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. Die Wirkung von
Antibiotika bessert eine bakterielle Infektion oft schon nach wenigen
Tagen. Deshalb haben einige Patienten den Eindruck, sie bräuchten das
Antibiotikum nicht in der vorgesehenen Dosis oder bis zum Ende des
ärztlich angeordneten Therapiezeitraums einzunehmen.
Jede überflüssige Einnahme von Antibiotika, zum Beispiel bei durch
Viren bedingten grippalen Infekten, begünstigt die Entwicklung von
Resistenzen. Fink: "Antibiotika wirken nur gegen Bakterien und
gehören in die Hand des Arztes - das ist in Deutschland aus gutem
Grund so geregelt. Antibiotika sind in einigen anderen Ländern aber
nicht rezeptpflichtig. Wer sich aus dem Urlaub Antibiotika mitbringt,
um sie bei einer vermuteten bakteriellen Infektion ohne ärztliche
Verordnung einzunehmen, fördert die Entwicklung von Resistenzen. Das
ist unverantwortlich - gegenüber sich selbst und seinen Mitmenschen."
Die Entwicklung von Resistenzen ist ein weltweites Problem.
Inzwischen müssen immer häufiger Reserveantibiotika eingesetzt
werden, weil Standardsubstanzen nicht mehr ausreichend wirken.
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Dr. Ursula Sellerberg, MSc
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Datum: 01.02.2012 - 11:24 Uhr
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