PHOENIX-Erstausstrahlung: Mein Ausland - Fukushima nach der Katastrophe - Alltag im Ausnahmezustand - Sonntag, 11. März 2012, 21.45 Uhr
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die Katastrophenregion gereist, um zu erleben, wie die Menschen ihren
Alltag meistern.
"Wenn ich reingehe", erzählt Bunsei Watanabe, "dann nur mit
Vollschutz. Ich trage einen abwaschbaren Anzug aus Zellulose, eine
Sturmhaube, eine Atemmaske mit Filter, außerdem eine Schutzbrille aus
Plastik, Handschuhe und Gummistiefel. Ärmel und Hosenbeine
verschließe ich mit Klebeband. Es darf kein Staubkorn und kein
Regentropfen auf meine Haut gelangen." Bunsei Watanabe ist
Parlamentsabgeordneter in der Präfektur Fukushima. Immer wieder
betritt er das Sperrgebiet um das zerstörte Atomkraftwerk - die
Todeszone.
Watanabe will nach dem Rechten sehen und, wie er sagt, "die
schönen Dinge" retten. "Wir müssen festhalten, wie die Gegend einmal
war - jetzt, da alles so zerstört und verstrahlt ist, wie in einem
Horrorfilm." Es ist ein Alltag im Ausnahmezustand: Immer mehr
Lebensmittel sind radioaktiv kontaminiert, Fleisch, Reis, Gemüse.
Noch immer leben tausende Flüchtlinge in Behelfsunterkünften. In den
nächsten Monaten sollen ihre verstrahlten Häuser aufwendig
dekontaminiert werden. Ob es hilft, ist völlig offen. Denn die
havarierten Reaktoren von Fukushima sind trotz aller Beteuerungen von
AKW-Betreiber Tepco noch immer eine Zeitbombe. Auch das zeigt der
Film: Wie ist die Lage im AKW wirklich? Wie versucht Tepco die Folgen
des Super-GAUs zu verharmlosen - auch ein Jahr nach der Katastrophe?
Dokumentation von Philipp Abresch, ARD Studio Tokio (PHOENIX/2012)
Wiederholungen am Samstag, 17. März 2012, 7.30 Uhr und 11.30 Uhr.
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Telefon: 0228 / 9584 190
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Datum: 01.02.2012 - 13:00 Uhr
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