BUND fordert eine Milliarde Euro für Nachhaltigkeitsforschung
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BUND fordert eine Milliarde Euro für Nachhaltigkeitsforschung
Forschungsministerin Annette Schavan und die Bundesländer müssten dringend gegensteuern und die Forschung stärker als bisher an den Prinzipien der Nachhaltigkeit ausrichten. Die notwendigen Mittel dafür müssten aus anderen, nicht zukunftsfähigen Bereichen umgeschichtet werden. Statt beispielsweise im Energiebereich 2012 rund 150 Millionen Euro in die Kernfusion zu stecken, müssten Forschungen zur Dezentralisierung des Stromnetzes und zur Steigerung der Energieeffizienz verstärkt gefördert werden. Vermehrt müssten Bundesforschungsgelder außerdem in die ökologische Transformation der Landwirtschaft anstatt in die sogenannte "grüne Gentechnik" fließen. Im Verkehrsbereich seien Forschungen zur Reduzierung des Pkw-, Lkw- und Flugverkehrs weitaus zukunftsweisender als beispielsweise die Elektromobilitätsforschung, die das Ministerium 2012 mit etwa 200 Millionen Euro fördern wolle.
Prof. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal-Instituts für Umwelt, Klima, Energie und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des BUND: "Dass sich erstmalig ein großer Umweltverband so aktiv in die wissenschaftspolitische Debatte einbringt, ist ein wichtiger Schritt zu einer Wissenschaftspolitik, die den Interessen der Zivilgesellschaft dient und nicht allein von Einzelgruppen und ökonomischen Interessen gesteuert wird. Forschungsthemen müssen pluralistisch festgelegt werden, für unkonventionelle und kontroverse Positionen muss genügend Raum bleiben. In der Forschung darf nicht nur das Wissen separater Disziplinen die Richtung bestimmen, sondern es muss das Wissen aller Akteure einbezogen werden. Nur im Zusammenspiel vieler Fachleute und zivilgesellschaftlicher Akteure lassen sich Zukunftsrisiken und Umweltgefahren früh erkennen und analysieren, um dann geeignete Lösungen zu entwickeln."
Ein BUND-Hintergrundpapier "Nachhaltige Wissenschaft ? Plädoyer für eine Wissenschaft für und mit der Gesellschaft" finden Sie als pdf zum Download unter: www.bund.net/pdf/nachhaltige_wissenschaft
Pressekontakt: Almut Gaude, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-464, Mobil: 0163-6079090, E-Mail: presse@bund.net, www.bund.net
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Datum: 02.02.2012 - 14:49 Uhr
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