Schwesig: Schröder muss Kürzungen beim Elterngeld verhindern
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Schwesig: Schröder muss Kürzungen beim Elterngeld verhindern
Zu den aktuellen Meldungen über mögliche Kürzungen beim Elterngeld, um das Betreuungsgeld zu finanzieren, erklärt die stellvertretende SPD-Vorsitzende und Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig:
Die neu entfachte Finanzierungsdebatte zeigt, dass das familienpolitisch völlig irrsinnige Betreuungsgeld finanziell noch gar nicht abgesichert ist. Es besteht die reale Gefahr, dass die Bundesregierung das Betreuungsgeld auf Kosten des Elterngeldes einführt. Das ist die familienpolitische Rolle rückwärts. Das Elterngeld hat sich bewährt - es wäre ein Skandal, wenn die Bundesregierung es nun für die rückwärtsgewandte Fernhalteprämie der CSU opfert.
Die Koalition würde damit ein weiteres Versprechen brechen. Sie hatte eine Weiterentwicklung des Elterngeldes angekündigt. Doch das Gegenteil passiert. Schon 2010 hatte Bundesfamilienministerin Schröder das Elterngeld dem Sparhammer geopfert. Nun droht der zweite Streich. Das bewährte Elterngeld wird zur finanziellen Milchkuh dieser Bundesregierung.
Ich fordere Frau Schröder auf, sich für das Elterngeld stark zu machen und weitere Kürzungen zu verhindern. Wenn sie ihren Job ernst nähme, würde sie sich gegen diese schädliche Fernhalteprämie stemmen. Was Familien heutzutage brauchen, sind mehr Investitionen in eine gute Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur. Das Betreuungsgeld hält Kinder von Bildung fern. Und es setzt die absolut falschen Anreize für Frauen, nicht früh wieder in ihren Beruf zurückzukehren. Das ist unverantwortliche Politik gegen Familien.
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Redaktion: Tobias Dünow
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Datum: 08.02.2012 - 16:30 Uhr
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