HEAG stockt HSE-Anteile auf
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HEAG stockt HSE-Anteile auf
Die HEAG stockt mit dem Erwerb der Aktienanteile ihre Beteiligung an dem regionalen Energieversorger auf rund 93 Prozent auf. Rund sieben Prozent gehören Landkreisen, Städten und Gemeinden in der Region. Oberbürgermeister und HEAG-Aufsichtsratsvorsitzender Jochen Partsch hat in Gesprächen mit E.ON einen positiven Abschluss herbeigeführt. "Der HEAG-Aufsichtsrat, der HEAG-Vorstand und ich sind sehr zufrieden mit dem Verhandlungsergebnis", so Partsch. "Wir gewinnen dadurch Gestaltungsmöglichkeiten, die Energiewende wirkungsvoll voranzutreiben. Dieser Beschluss setzt konsequent den großen Mehrheitswillen der Stadtverordnetenversammlung um und ist ein Bekenntnis der Stadt zur Zukunft der HSE. Die Rückführung des Aktienpakets in die kommunale Hand trägt zudem zur Sicherung von Standort und Arbeitsplätzen bei." Die HSE erwirtschaftet mit ihren Tochtergesellschaften jährlich einen Umsatz von über zwei Milliarden Euro und beschäftigt rund 2.500 Mitarbeiter.
"Aufgrund von Marktentwicklungen und der Änderung der politischen Rahmenbedingungen liegt der Kaufpreis heute unter dem, den wir Ende 2010/ Anfang 2011 hätten zahlen müssen", so HEAG-Vorstand Dr. Klaus Michael Ahrend. Die Entscheidung zum Rückkauf war bereits damals gefallen. Ebenso profitiert die HEAG von deutlich gesunkenen Finanzierungszinsen. "Wir haben ein einmaliges Ankaufsrecht auf dieses Aktienpaket, das wir unbedingt nutzen sollten", erklärt HEAG-Vorstand Dr. Markus Hoschek. "Mit dem Rückkauf ergreifen wir die Chance, ein wichtiges Stück Daseinsvorsorge zurück in die Hände der Stadt zu holen. Erstmals seit vielen Jahren ist dann kein Großkonzern mehr an der HSE beteiligt."
Die Preisgestaltung der HSE gegenüber ihren Kunden wird durch den Rückkauf nicht beeinflusst. "Die durch die Rekommunalisierung gewonnene Unabhängigkeit ist für mich zudem ein wichtiger Schritt für die HSE, um ihre Positionierung als Nachhaltigkeitskonzern weiter voranzutreiben", so HEAG-Vorstand Dr. Klaus-Michael Ahrend. Für die Stadt ergeben sich aus dem Aktienrückkauf mehrere Vorteile. "Die HSE hat in den vergangenen Jahren große Investitionen getätigt, etwa im Bereich der erneuerbaren Energien. Vom Wertsteigerungspotenzial jener Erzeugungsanlagen profitiert die Stadt nun noch stärker", sagt HEAG-Vorstand Dr. Markus Hoschek. Eine weitere Option ist eine stärkere Partizipation der Region: "Wir halten es für eine realistische Option, die Beteiligungsquote jener Kommunen zu erhöhen, die mit der HSE verbunden sind", erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch.
Die Ausschüttungen der HEAG an die Stadt reduzieren sich mit dem Erwerb der Aktienanteile nicht. Wie bei der Finanzierung solcher Rekommunalisierungen üblich, ist für den Kauf eine städtische Bürgschaft vorgesehen. Den städtischen Haushalt belastet diese nicht. "Insofern halte ich die Bürgschaft für ein probates und bewährtes Mittel, um der Stadt ein wichtiges Stück Daseinsvorsorge zu sichern", erklärt Partsch abschließend.
Benjamin Wesp
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Datum: 14.02.2012 - 16:30 Uhr
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