Acronis-Studie belegt: Unternehmen vernachlässigen Backup in virtualisierten Umgebungen
Ein Drittel der befragten mittelständischen Unternehmen führt Backups bei virtuellen Maschinen seltener als bei physischen Systemen durch
Die Studie belegt, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen ihre IT-Infrastruktur zunehmend virtualisieren. Die befragten Unternehmen gehen davon aus, dass rund 29 Prozent ihrer Server bis zum Ende des Jahres virtualisiert sind. Aktuell sind es lediglich 24 Prozent. Als Hauptgründe für die Virtualisierung der Server-Infrastruktur werden die gesteigerte Effizienz und Flexibilität sowie die schnellere Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen genannt.
Gleichzeitig ergab die Untersuchung aber auch, dass im Hinblick auf virtualisierte Infrastrukturen die Bereiche Backup und Disaster Recovery vernachlässigt werden:
- Ein Drittel (33 Prozent) bestätigte, dass bei virtuellen Maschinen (VMs) seltener als bei physischen Servern ein Backup durchgeführt wird.
- Deutlich über die Hälfte (61 Prozent) führen bei VMs nur unregelmäßige oder lediglich wöchentliche beziehungsweise monatliche Backups durch.
- Nur bei 37 Prozent gibt es ein tägliches Backup bei den VMs.
Erstaunlich an diesem Ergebnis ist, dass IT-Abteilungen beim Thema Backup und Disaster Recovery in virtuellen Umgebungen nicht die gleichen Maßnahmen wie bei physischen Systemen ergreifen - und das, obwohl die Unternehmen überwiegend bestätigten, dass es hinsichtlich des Wertes der Daten keinerlei Unterschied gebe.
Michael Hon-Mong, Geschäftsführer von Acronis in München, betont: "Virtualisierungstechnologien sind kostengünstiger geworden und für Anwender auch einfacher zu implementieren. Deshalb ist es auch keine Überraschung, dass sich immer mehr Unternehmen für die Virtualisierung ihrer IT-Infrastruktur entscheiden. Andererseits ist es aber doch mehr als erstaunlich, dass das Thema Backup virtueller Maschinen dabei schon fast sträflich vernachlässigt wird. Das erinnert etwas an russisches Roulette. Wenn es nicht gut geht, kann es ernsthafte Konsequenzen für die Unternehmen zur Folge haben."
Im Hinblick auf die Nutzung von Cloud-Services wie Online-Backup-Lösungen ergeben sich aus der Studie folgende Erkenntnisse: Die große Mehrheit der befragten Unternehmen (83 Prozent) setzt bereits teilweise auf eine Cloud-basierte IT-Infrastruktur. Es ist aber im Durchschnitt erst rund ein Fünftel der gesamten IT-Infrastruktur Cloud-basiert, obwohl 87 Prozent in der Studie Ende 2010 hier ein deutliches Wachstum für 2011 prognostiziert hatten. Als Gründe dafür, dass dieser Zuwachs geringer als erwartet ausgefallen ist, werden genannt: Bedenken im Hinblick auf die Wiederherstellung von Daten im Disaster-Fall, Sicherheitsrisiken und mangelndes Vertrauen in den Cloud-Provider.
Dennoch gehen die Befragten von einer sukzessive steigenden Nutzung von Cloud-Angeboten aus. So prognostizierte rund ein Viertel (26 Prozent), dass Ende 2012 mehr als 50 Prozent ihrer IT-Infrastruktur Cloud-basiert ist. Drei Faktoren werden dabei die Nutzung von Cloud-Services vorantreiben: Senkung der IT-Betriebskosten, Erweiterung der Storage-Kapazität und Erfüllung von Compliance-Anforderungen.
Im Hinblick auf die Bedeutung der Cloud für eine Offsite-Backup-Strategie liefert die Studie folgende Ergebnisse:
- Die Nutzung der Cloud für ein Offsite-Backup ist ein zentraler Trend; über ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) nutzt sie genau für diesen Anwendungsfall.
- Nahezu die Hälfte der Befragten (42 Prozent) setzt nach wie vor auf die Aufbewahrung von Tapes oder Disks außerhalb des Unternehmens.
- Fast ein Viertel (23 Prozent) hat allerdings überhaupt keine Offsite-Backup-Strategie.
Die Untersuchung zur Bewertung der eingesetzten Backup- und Disaster-Recovery-Maßnahmen durch die IT-Verantwortlichen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Potenzial und praktische Umsetzung wurde im September und Oktober 2011 durchgeführt. Befragt wurden dabei rund 6.000 IT-Manager in kleinen und mittelständischen Unternehmen mit maximal 1.000 Beschäftigten in folgenden 18 Ländern: Deutschland, Australien, Brasilien, China, Frankreich, Großbritannien, Hongkong, Indien, Italien, Japan, Niederlande, Norwegen, Russland, Saudi-Arabien, Schweden, Schweiz, Singapur und USA. In Deutschland beteiligten sich 520 Unternehmen an der Studie.
Details zu den Ergebnissen der Studie finden sich auf der Acronis-Website unter http://de.acronisinfo.com/. Grafiken finden sich unter http://www.acronis.de/DRI-2012/.
Acronis, Acronis vmProtect, Acronis Backup & Recovery und das Acronis Logo sind eingetragene Markenzeichen oder Marken von Acronis Inc. in den Vereinigten Staaten und/oder anderen Ländern.
Acronis ist ein führender Hersteller einfach bedienbarer Disaster-Recovery- und Data-Protection-Lösungen für alle Umgebungen (physisch, virtuell, Cloud). Unternehmen jeder Größenordnung, sowie Privatanwender schützen mit der patentierten Disk-Imaging-Technologie ihre digitalen Systeme und geschäftskritischen Informationen. Mit der Disaster-Recovery-, Deployment- und Migrations-Software von Acronis werden digitale Informationen zuverlässig abgesichert, eine hohe Verfügbarkeit und Geschäftskontinuität von Unternehmensdaten sowie der IT-Infrastruktur gewährleistet und Ausfallzeiten minimiert. Acronis Software wird in mehr als 90 Ländern vertrieben und ist in 14 Sprachen verfügbar. Mehr Informationen können auf der Webseite abgerufen werden: www.acronis.de.
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Datum: 14.02.2012 - 17:06 Uhr
Sprache: Deutsch
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