Hundebesitzer protestieren in den USA gegen Mitt Romney
ID: 576661
Vor der Hundeausstellung - Westminster Dog Show im Madison Square Garden in New York - demonstrierten Hundebesitzer gegen Mitt Romney.
Die Entgleisungen des Präsidentschaftskandidaten der Republikaner Mitt Romney nehmen offenbar kein Ende. Im Wahlkampf der USA taucht in den Medien ein Ereignis auf, dass Romney nicht nur Wählerstimmen, sondern ihn auch seine Präsidentschaftskandidatur kosten könnte. Inzwischen solidarisieren sich Hundebesitzer und starteten eine Kampagne, weil sie einen solchen Präsidenten nicht wollen. In den USA leben 78 Millionen Amerikaner die einen oder mehrere Hunde besitzen. Hunde haben in den USA einen wesentlich höheren Stellenwert als in Deutschland. Wenn man die Berichte der amerikanischen Medien über das Verhalten von Romney seinem Hund gegenüber liest, ist die Kampagne und der Protest der Hundebesitzer gegen Romney verständlich, auch wenn der Vorfall bereits 25 Jahre zurückliegt.
Bereits 2007 berichtete die Boston Globe über den Vorfall.
Romney sei 1983 mit seinen fünf Söhnen, seiner Frau und seinem Hund in einem Combi von Boston nach Ontario in ein Ferienhaus gefahren, um Urlaub zu machen. Seamus, seinen Irish Setter, hätte er in einen Cannel gesetzt, den er auf dem Dachträger befestigte. Der Hund hätte 12 Stunden lang auf der ganzen Fahrt darin ausharren müssen. Das Auto sei mit einer Geschwindigkeit von 60 Meilen/h (ca. 97 km/h) gefahren. Während der Fahrt hätte der älteste Sohn Romney darauf aufmerksam gemacht, dass an der Heckscheibe braune Flüssigkeit (Durchfall) herunter gelaufen sei. Als Romney dies zur Kenntnis genommen hätte, sei er dem Hund gegenüber nicht etwa gnädig gewesen, um das arme Tier in den Innenraum des Fahrzeugs zu holen. Sondern hätte, vielmehr wegen der Kinder die sich wegen des Durchfalls an der Heckscheibe ekelten, die Autobahn verlassen um an einer Tankstelle anzuhalten. Dort hätte er sich einen Schlauch ausgeliehen und das Auto samt Hund mit Wasser abgewaschen. Anschließend hätte er den nassen Hund wieder in den Cannel auf dem Autodach gesetzt und sei weiter gefahren.
Nicht nur die amerikanischen Medien werfen Romney Grausamkeit für sein damaliges Verhalten vor und fragen, ob dies eine Vorschau auf seinen berühmter Geschäftserfolg durch emotionsloses Krisenmanagement sei? Dies fragte auch der Rechtsanwalt und Autor Lanny Davis in seinem Artikel bei der Huffington Post, der sich auf strategische Rechtsberatung sowie Krisenmanagement spezialisiert hat und Präsident Clinton von 1996 bis 1998 und Präsident Bushs von 2006-07 beraten hat. Zudem, so Lanny Davis, würde er Hunde lieben und möge keine Menschen die grausam zu Tieren sind. Außerdem sei es, nach seinen Informationen illegal in Massachusetts ein Tier während der Fahrt auf dem Autodach zu transportieren. Währe er der Sheriff gewesen, hätte er Romney verhaftet.
Zu den Vorwürfen äußerte sich Romney in den Medien, dass es seinem Hund Samus oben auf dem Autodach gefallen hätte. Außerdem sei die Transportbox luftdicht gewesen und bestritt den Durchfall. Sein Hund sei in den Cannel freiwillig, regelmäßig gegangen, es hätte ihm dort gefallen und sei für ihn bequem gewesen. Zu hause sei er ebenfalls die meiste Zeit in einem Zwinger gewesen, außerdem hätte er und seine Familie den Hund geliebt.
Inzwischen solidarisieren sich in den USA Hundebesitzer um Mitt Romney als Präsidenten zu verhindern. Auch bei einer Wahlkampfveranstaltung in South Carolina sei gegen Romney "Hunde gegen Romney" demonstriert worden. Auf den Plakaten der Demonstranten in New York war zu lesen: "Hunde sind kein Gepäck".
Sind amerikanische Hundebesitzer die Rettung für Obama?
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Quellen: The Times, Huffington Post, ABC News, Boston Globe, Telegraph, The Guardian
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Datum: 17.02.2012 - 12:55 Uhr
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