Heidelberg setzt auf Green Printing: Umwelt-Maßnahmenkatalog für Druckereien im neuen Nachhaltigkeit
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So bietet Heidelberg nach eigenen Angaben zwei Innovationen, um den Papierverbrauch zu senken: „Beim gebündelten Einsatz der Prinect-Produkte Prepress Interface, Color Assistant und Inpress Control lassen sich durch eine schnellere und bessere Qualität an einer typischen Maschine allein 1,8 Millionen Bogen Makulatur pro Jahr oder fünft Prozent des eigentlich benötigten Papiermaterials einsparen. Dadurch werden 200 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre abgegeben“, heißt es in dem Nachhaltigkeitsbericht. Im Kleinformat A3 könne man Einsparungen durch Anicolor erzielen: Im Zusammenspiel mit dem Print Color Management reduziere sich die Anlaufmakulatur in vielen Fällen auf nur noch zehn Prozent der üblichen Menge.
Heidelberg dokumentiert, wie ganzheitliche Verbrauchsreduzierungen von Energie, Papier oder Farbe die Umwelt schonen und auch in gleichem Maße zu Kostensenkungen in den Druckereien beitragen. Nimmt man beispielsweise alle Energie-Einsparmaßnahmen zusammen, so lasse sich der Stromverbrauch der Druckmaschine Speedmaster XL 105 um rund 20 Prozent oder 120.000 Kilowattstunden pro Jahr reduzieren. „Dadurch werden 62 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre abgegeben - so viel, wie sechs Hektar Mischwald pro Jahr absorbieren können“, führt Heidelberg aus.
Um den Entstehungsprozess neuer Maschinen noch stärker als bisher unter ökologischen Gesichtspunkten vorantreiben zu können, entwickelte der Maschinenbau-Spezialist zusammen mit der TU Darmstadt ein intranetbasiertes Umweltportal. Arbeitet ein Entwickler an der Konzeption eines neuen Farbwerks, so stellt ihm das Portal aus einer Datenbank die hierfür relevanten Umweltanforderungen zu. „Darüber hinaus kann in einer zweiten Datenbank auch das Umweltschutzwissen der Entwickler hinterlegt und auf diese Art mittelfristig als Best Practice abgerufen werden“, so Heidelberg.
Insgesamt umfasst der bereits achte Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens rund 40 Seiten mit einem angegliederten Zahlenteil und ist in die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziales aufgeteilt.
Beim Themenkomplex Ökonomie stellt der Bericht das Thema „Green Printing" in der Praxis dar. Beispiele aus Großbritannien und Kanada zeigen, wie ökologisch sinnvolles Drucken zu Wettbewerbsvorteilen führen könne.
Der Handel mit Verbrauchsmaterialien für Druckereien spielte bei Heidelberg bisher eine eher untergeordnete Rolle. Auf drei Seiten wird beschrieben, wie sich das künftig ändern soll: Innerhalb der nächsten Jahre soll sich der Umsatz in diesem Geschäftsfeld verdoppeln.
Der letzte Abschnitt des Nachhaltigkeitsberichtes beschäftigt sich mit dem Thema Soziales. Gezeigt wird, wie Heidelberg seine Mitarbeiter mit unterschiedlichsten Aktionsprogrammen für die Herausforderungen der Zukunft „fit" machen will. Darüber hinaus wird die ergonomische Bedienung der Produkte unter Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte thematisiert.
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Datum: 08.09.2008 - 12:02 Uhr
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