Kleine Kommunen ziehen nach: Friedhofsgebühren steigen um bis zu 161 Prozent

Kleine Kommunen ziehen nach: Friedhofsgebühren steigen um bis zu 161 Prozent

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Die kommunalen Friedhofsgebühren sind seit Anfang 2011 um bis zu 161 Prozent angehoben worden, dies zeigt eine aktuelle Untersuchung des Portals Bestattungen.de. Wegen mangelhafter Haushaltsplanung müssen besonders kleinere Kommunen ihre klammen Haushalte auf Kosten der Angehörigen sanieren. Lesen Sie mehr dazu in nachfolgender Pressemitteilung.



(firmenpresse) - Hamburg, 01. März 2012 – Die kommunalen Friedhofsgebühren sind in Deutschland um bis zu 161 Prozent erhöht worden, so das Ergebnis einer aktuellen Untersuchung des Vergleichsdienstes Bestattungen.de. Untersucht wurden die Gebührenänderungen bei Erdwahlgräbern. Ergebnis: Besonders kleine Kommunen haben in den letzten zwölf Monaten die Gebührenschraube angezogen, um ihre klammen Haushalte zu sanieren.

Nach starken Erhöhungen in den letzten Jahren haben viele Großstädte ihre Friedhofsgebühren seit Anfang 2011 bislang nur moderat oder gar nicht angehoben. In Bochum kostet ein Erdwahlgrab (20 Jahre Nutzung) aktuell 2.012,- Euro, rund fünf Prozent mehr als Anfang 2011. Duisburg senkte die Gebühren sogar um fast 17 Prozent. In vielen kleinen Kommunen stiegen die Friedhofsgebühren dagegen deutlich. In Forchheim (Bayern) kosten Erdwahlgräber aktuell 161 Prozent mehr. In Seelbach (Baden-Württemberg) zahlen Bürger 1.104,- Euro, der Anstieg betrug 79 Prozent. Bei Urnengräbern gab es teils noch drastischere Steigerungen von bis zu 235 Prozent.

Kleinere Kommunen sind 2012 vielerorts mit den Gebühren der Großstädte gleichgezogen. In Uslar (Niedersachsen) zahlen Bürger für Erdwahlgräber derzeit etwa so hohe Gebühren wie in Köln, Kempen (Nordrhein-Westfalen) ist auf dem Niveau von München. „Im Gegensatz zu den Großstädten haben es viele kleine Kommunen über Jahre hinweg versäumt, ihre Gebühren anzupassen. Das Resultat sind große Haushaltslöcher, die nun gestopft werden müssen. Teils drastische Gebührenerhöhungen sind die Folge“, erläutert Fabian Schaaf, Geschäftsführer von Bestattungen.de.

Auch 2012 zeigt sich, dass bei den Friedhofsgebühren noch immer enorme Unterschiede zwischen deutschen Kommunen bestehen. Während das Erdwahlgrab für 20 Jahre in Hannover 2.039,- Euro kostet, beträgt die Gebühr in Berlin mit 520,- Euro nur etwa ein Viertel davon. Neben den drastischen Gebührenunterschieden kritisieren Experten die mangelhafte Verständlichkeit vieler Gebührenordnungen. „Bürger brauchen vor allem Transparenz. Die Kommunen sollten sich bemühen, ihre Gebührenordnungen so zu vereinfachen, dass jeder Bürger sie versteht“, sagt Professor Dieter Kantel, Ratsmitglied der Stadt Duisburg.



Die Untersuchung von Bestattungen.de bestätigt eine Prognose der Unternehmensberatung Ernst & Young, die vorhergesagt hat, dass kleine Kommunen ihre Friedhofsgebühren deutlich stärker anheben werden als Großstädte. „Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg der Gebühren. Angehörige müssen die hohen Preise zahlen, da es keine Möglichkeit gibt, sich gegen die mangelhafte Haushaltspolitik mancher Kommunen zu wehren“, sagt Fabian Schaaf. „Kommunen müssen sich bemühen, preistreibende Faktoren auszumerzen. Friedhofsgebühren müssen erschwinglich bleiben“, fordert Professor Kantel. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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