IG BAU: Rentenpläne der Regierung bleiben Stückwerk
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IG BAU: Rentenpläne der Regierung bleiben Stückwerk
Frankfurt am Main - Die I
Überdurchschnittlich viele Beschäftigte am Bau werden oft so krank, dass sie nicht mehr arbeiten können. So sind mehr als die Hälfte der Dachdecker und Gerüstbauer, die in Rente gehen, Erwerbsminderungsrentner. Zum Vergleich: Im Durchschnitt aller Berufe sind es nur 25 Prozent. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Anerkennung der Erwerbsminderung sehr restriktiv gehandhabt wird. Nur etwa jeder zweite Antrag wird im Schnitt überhaupt bewilligt. Tatsächlich liegt die Quote derjenigen, die durch Verschleiß aus dem Arbeitsleben gedrängt wurden wesentlich höher. "Viele fallen wegen der strengen Regeln durchs Raster", sagte Wiesehügel. "Neben ihrer Erkrankung müssen sie sich auch noch um ihre Existenz sorgen. Das ist zutiefst unsozial. Wer sein Leben lang hart gearbeitet hat, hat eine faire Rente verdient."
Mit Interesse verfolgt die IG BAU die Überlegungen, dass bei der geplanten Hinzuverdienstgrenze das höchste Einkommen der letzten 15 Jahre maßgeblich sein soll, um Ungerechtigkeiten zu vermeiden. Dieser Gedanke muss aus Sicht der IG BAU gerade bei Erwerbsminderungsrenten gelten. Bei der Berechnung der Rentenhöhe werden derzeit die Durchschnittsbeiträge des bisherigen Arbeitslebens zugrunde gelegt. Auch weil die Betroffenen vor dem krankheitsbedingten Ausscheiden aus dem Erwerbsleben oft schon beeinträchtigt waren und deshalb weniger verdienten, fällt die Erwerbsminderungsrente zu gering aus. Zuletzt betrug die durchschnittlich volle Erwerbsminderungsrente lediglich 640 Euro im Monat.
Das Bundesarbeitsministerium plant laut Medienberichten, dass Rentner künftig deutlich mehr hinzuverdienen können. Weil es absehbar ist, dass bei vielen die Rente zu niedrig ausfallen wird, soll die drohende Altersarmut auf diese Weise verhindert werden. Gleichzeitig wird durch die jobbenden Rentner die Statistik der arbeitenden Menschen mit 65 in die Höhe getrieben.
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Ruprecht Hammerschmidt
Leiter der Abteilung Kommunikation
und Öffentlichkeitsarbeit
Pressesprecher IG Bauen-Agrar-Umwelt
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Datum: 20.03.2012 - 12:45 Uhr
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