Produktionsanlage für Pflastersteine wieder ausgerichtet
Vibrationen aus dem Betrieb einer Pflastersteinfertigungsmaschine führten zu Setzungen im Untergrund. In Folge dessen sacktenüber Jahre hinweg der Maschinenkeller sowie der Hallenfußboden um die Packetieranlage herum - ebenso wie zwei Stützenfundamente der Fertigungshalle. Mithilfe der URETEK-Injektionshebetechnik wurde die Steinefertigung in kürzester Zeit wieder ins"Wasser gelegt".
Folge der Setzungserscheinungen - Risse im Mauerwerk des Maschinenhauses(firmenpresse) - Das Betonwerk Pfenning im südhessischen Lampertheim produziert Betonerzeugnisse für gewerbliche und öffentliche Anwendungen. Das sind zum Beispiel Pflastersteine, Platten, Mauersysteme oder Stufen und Befestigungen bis hin zu hochbelastbaren Systempflastersteinen. Im Bereich der Packetieranlage des Betonwerks kam es in Folge von Erschütterungen und Vibrationen durch den permanenten Betrieb der Anlage zu Setzungen und Absackungen des Hallenfußbodens zusammen mit einer Verdrehung (Schiefstellung) des Maschinenkellers. Desweiteren traten treppenförmige Risse im Mauerwerk des Maschinenhauses auf.
Das Nivellement vor Ort ergab einseitige Setzungen bis ca. 92 mm. Für zwei Hallenstützen wurden Setzungen bis 15 mm festgestellt. Bereits im Jahre 2006 kam bei der Sanierung eines abgesackten Silofundaments in unmittelbarer Nähe zur jetzigen Anlage die Injektionshebetechnik von URETEK erfolgreich zum Einsatz. Aufgrund der sehr positiven Erfahrung entschied sich Geschäftsführer Lahres erneut dafür, URETEK mit der nun anstehenden Sanierung zu beauftragen.
Die Bodenverhältnisse waren durch eine Aufschlussbohrung aus dem Jahre 2006 bereits bekannt. Demzufolge befinden sich unter der Oberfläche mitteldichte Auffüllungen aus Kiessand, unterlagert von Sand bis zu einer Tiefe von ca. 2,50 m. Darunter lagert eine tonige, steife Schluffschicht bis zu einer Tiefe von ca. 4,50 m. Darunter steht wieder mitteldichter Sand bis zur Endteufe bei ca. 7 m an. Das Grundwasser steht ebenfalls ab einer Tiefe von ca. 7 m an.
Für die Anhebung des abgesackten Maschinenfundaments kam die FloorLift®-Methode und an den Köcherfundamenten der Stützen die DeepInjection®-Methode zum Einsatz. Durch die 50 Zentimeter starke Stahlbetonsohlplatte des Maschinenkellers wurden zunächst aus einem schmalen Gang heraus Bohrlöcher für die Injektionen bis unter die Gründungssohle gesetzt. Über je zwei Injektionspistolen gleichzeitig wurde dann das hochreaktive URETEK-Expansionsharz durch Injektionslanzen und den Bohrkanal flüssig und unter sehr hohem Druck unter die Gründung gepresst. Durch die extrem schnelle Volumenvergrößerung der URETEK-Harze und der dabei entstehenden großen Expansionskraft (trotz relativ geringer, reaktiver Injektionsmengen von ca. 7-14 l pro Minute) wurde der Untergrund örtlich aufgesprengt und gleichzeitig lokal zusammengedrückt. Neben der Anhebung des Anlagenfundaments auf einheitliches Umgebungsniveau wurden auch an den Stützen-fundamenten Bodenverbesserungen bis zur Anhebungsreaktion durchgeführt. Parallel dazu wurde eine Anhebung des ebenfalls mit abgesackten Hallenfußbodens um die Anlage herum mithilfe der FloorLift®-Methode durchgeführt. Als Folge der Volumenvergrößerung der Harze wurden so die vorhandenen Hohlräume aufgefüllt und der anstehende Untergrund verdichtet. Anschließend konnte durch gezielte Materialzugabe der Betonboden beginnend an den Tiefpunkten der Absenkung langsam wieder auf das Umgebungsniveau angehoben werden - bei stetiger Kontrolle durch Nivellierlaser. Angenehmer Nebeneffekt: die auf die Untergrundumgebung wirkenden Vibrationen aus der Anlage wurden durch das eingebrachte URETEK-Harz deutlich reduziert.
Das URETEK-Verfahren ist weltweit die einzige Sanierungstechnik, die mit einem stark expandierenden Spezialharz instabile oder abgesackte Betriebsböden instandsetzt. Schon nach 15 Minuten ist das Harz ausgehärtet und der Boden kann wieder uneingeschränkt genutzt werden. URETEK ist mit seinen Technischen Beratern bundesweit verfügbar und sorgt für eine kompetente Vor-Ort-Betreuung vom ersten bis zum letzten Sanierungsschritt.
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Datum: 29.03.2012 - 11:40 Uhr
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