Konrad-Adenauer-Stiftung soll Büro in Abu Dhabi schließen /
Hans-Gert Pöttering: "Alarmzeichen für die demokratische Entwicklung in den arabischen Ländern!"
ID: 606656
Projektaktivitäten in Abu Dhabi beenden sowie die 2009 eröffnete
Vertretung in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE)
schließen. Dies teilte die Stiftung in Berlin mit. Der deutsche
Botschafter in den VAE wurde kürzlich im dortigen Außenministerium
darüber informiert, dass die KAS ihre Aktivitäten im Land
einzustellen habe. "Wir können nur mit völligem Unverständnis auf
diese unerwartete und plötzliche Entwicklung in Abu Dhabi reagieren",
erklärte dazu der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Dr.
Hans-Gert Pöttering MdEP. "Nachvollziehbare Gründe wurden nicht
genannt. Nach unseren Erfahrungen in Ägypten bedauern wir nicht nur
diese Entscheidung, sondern halten sie für ein Alarmzeichen, wenn
Nichtregierungsorganisationen und politische Stiftungen zunehmend in
der arabischen Welt unerwünscht sein sollten.", so der frühere
Präsident des Europäischen Parlaments weiter.
Die Stiftung hatte aufgrund einer 2008 von Seiten der Emirate
ergangenen Einladung ihre Tätigkeit in den VAE aufgenommen und bemüht
sich seitdem um eine rechtliche Registrierung. Seit Eröffnung der
KAS-Repräsentanz im Juni 2009 arbeitete die Stiftung mit staatlichen
wie nicht-staatlichen Partnern zusammen. Die KAS wird ihre
Projektaktivitäten in der Golf-Region vorübergehend von einem anderen
Büro in der Region aus weiter betreuen, bis ein neuer Standort für
das Regionalprogramm Golf-Staaten fest steht. Gerade im Kontext der
"Strategischen Partnerschaft" zwischen den VAE und der Bundesrepublik
Deutschland wird der Tätigkeit der Stiftung vor Ort wie in der Region
große politische Bedeutung beigemessen.
Hans-Gert Pöttering fügte hinzu, dass "Kontakte und der Dialog mit
Europa und der Welt von größter Bedeutung für die freiheitliche und
demokratische Entwicklung in den arabischen Ländern seien. Wer den
Erfolg des Dialogs der Kulturen wolle, könne nicht diejenigen von dem
Dialog mit der Zivilgesellschaft in den arabischen Ländern
ausschließen, die sich dafür, wie die deutschen Stiftungen, engagiert
einsetzen."
Pressekontakt:
Susanne Kophal | Pressesprecherin (komm.) | Konrad-Adenauer-Stiftung
e.V. | Telefon: 030/26996 - 3222 | mailto:KAS-Pressestelle@kas.de |
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Datum: 29.03.2012 - 12:39 Uhr
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