Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Rettungsschirm:
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Problem! Schließlich handelt es sich nur um Garantien! Außerdem
sollte uns das die Rettung des Euro doch wert sein! Oder etwa nicht?
Man mag fast zynisch werden angesichts des auf 800 Milliarden Euro
angewachsenen Rettungsfonds ESM. Fast hat man den Eindruck, die
Politiker werfen mit den Milliarden nur so um sich her, auch wenn der
Betrag eher durch kreative Buchführung als durch neues Geld zustande
kommt. Dabei ist ihr Ziel, die Eurokrise in den Griff zu bekommen,
ehrenwert. Und doch wird die Entscheidung der Finanzminister von
Kopenhagen auch in Berlin ein Nachspiel haben. Erst im September
hatte sich der Bundestag darauf verständigt, das auf Deutschland
entfallene Haftungsrisiko von 211 Milliarden Euro zu tragen. Nun sind
es 250 Milliarden Euro! Ein neues Votum wird fällig. Ärgerlich ist
die Salamitaktik, die die Euro-Retter den Bürgern zumuten. Erst
sollten 110 Milliarden Euro reichen, dann weitere 130 Milliarden.
Schließlich waren 500 Milliarden notwendig und nun 800 Milliarden.
Darunter leidet die Glaubwürdigkeit der Politik. Und für alle steigt
das Risiko.
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Andreas Kolesch
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Datum: 30.03.2012 - 20:20 Uhr
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