Diskussion zu Arzneimittelausgaben: Fragwürdige Rechentricks

Diskussion zu Arzneimittelausgaben: Fragwürdige Rechentricks

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Diskussion zu Arzneimittelausgaben: Fragwürdige Rechentricks



(pressrelations) -
Berlin (vfa). Die Krankenkassen warnen dieser Tage vor einem Anstieg der Arzneimittelausgaben für das gesamte Jahr.

Dazu erklärt für die forschenden Pharma-Unternehmen vfa-Hauptgeschäftsführerin Birgit Fischer: "Wer Januar und Februar als Grundlage für eine Hochrechnung auf das ganze Jahr wählt, verzerrt die Rechnung. Auf der Basis von zwei Monaten eine Steigerung von 1,5 Mrd. Euro für das ganze Jahr 2012 hochzurechnen, ist reine Spekulation: Die Umsätze der ersten beiden Monate berücksichtigen nicht die Einsparungen durch Rabattverträge und geben daher nicht die effektive Ausgabenentwicklung wieder. Und sowohl Januar als auch Februar 2012 hatten gegenüber den Vorjahresmonaten jeweils einen Geschäftstag mehr. Das bedeutet ein kalenderbedingtes Wachstum von 4,1 % im Januar und 4,2% im Februar.

Kalenderbereinigt sprechen wir also von einem Ausgabenzuwachs von lediglich 1,0%. Solche fragwürdigen Rechentricks zu Gunsten schneller Pointen helfen jedenfalls nicht weiter."

Fischers Fazit: "Die Arzneimittelpreise sind in Deutschland seit 2009 staatlich gedeckelt. Sie können also nicht die Ursache für Ausgabensteigerungen bei den Krankenkassen sein.

Deshalb müssen Marktentwicklungen sehr sorgfältig daraufhin analysiert werden, ob sie nicht durch einen wachsenden medizinischen Bedarf verursacht werden. Wenn die Krankenkassen am medizinisch Notwendigen sparen wollen, wird der Patient die Zeche zahlen müssen. Kostenkontrolle durch schlechtere Versorgung wäre dann nämlich die Folge!"

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 44 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 85.000 Mitarbeiter.

Mehr als 17.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung.



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Datum: 03.04.2012 - 15:00 Uhr
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