Zum Tag der älteren Generation - Erzbischof Zollitsch: Ältere stärker einbeziehen und aktivieren - ?Solidarität gegen Armut im Alter?
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Zum Tag der älteren Generation - Erzbischof Zollitsch: Ältere stärker einbeziehen und aktivieren - "Solidarität gegen Armut im Alter"
Freiburg (pef). Mit Blick auf die zunehmende Vereinsamung vieler Menschen und das offenbar steigende Risiko der Altersarmut hat Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) Christen, Gemeinden und Seelsorgeeinheiten zu mehr Wachsamkeit und Zusammenarbeit aufgerufen. Zum bevorstehenden "Tag der älteren Generation" (4.4.2012) sagte Zollitsch in Freiburg, die Situation älterer Menschen in der Gesellschaft gehe alle an: Deshalb habe die Europäische Kommission das Jahr 2012 zum 'Europäischen Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen' erklärt.
Solidarität im Alltag von Alten: "Hier kann jeder mithelfen!"
"Wenn Millionen Frauen in Deutschland fürchten müssen, im Alter arm zu sein, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben" - ist das nach den Worten des Erzbischofs von Freiburg "natürlich zunächst eine Aufgabe der Politik, hier gegenzusteuern". Vor allem mit Blick auf "Minijobber", deren Rente oft deutlich unter dem Existenzminimum liege, bestehe Handlungsbedarf. Christen und die Kirchen können nach Überzeugung Zollitschs vorbildlich dazu beitragen, "die Solidarität zwischen den Generationen auch im Alltag, in der Familie und in der Nachbarschaft lebendig werden zu lassen. Hier kann jeder mithelfen." Die Werbung präsentiere "häufig in Urlaub fliegende, Cabrio fahrende und Golf spielende Rentner mit viel Zeit und Geld". Zugleich gebe es alte Menschen ? vor allem Frauen ? die sich mit Blick auf steigende Miet- und Energiekosten entscheiden, den Menüservice mit der warmen Mahlzeit abzubestellen. So führe Altersarmut auch noch zu Einsamkeit, "weil Betroffene sich zurückziehen, ihre Notsituation aus Scham nicht zugeben und Kontakte abbrechen".
"Alte stärker in Netzwerk unserer Kirche einbeziehen"
Im Blick auf solche Entwicklungen sei mehr Sensibilität wichtig. Bereits jetzt werde hier von vielen Christen in Kirche, Caritas, Hilfsdiensten und Verbänden (wie der KFD) wichtige Hilfe geleistet. Erzbischof Zollitsch sagte wörtlich: "Ich danke allen herzlich, die sich dafür einsetzen, dass ältere Menschen in der Kirche spüren: Wir gehören zur Gemeinschaft des Glaubens, zum Netzwerk der Gemeinde. Wir werden wahr- und ernstgenommen. Wir können viel zur Lebendigkeit beitragen." Wichtig sei, in Kirche und Gesellschaft "das enorme Potenzial auszuschöpfen, über das wir auch in hohem Alter noch verfügen". Auch das "Europäische Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" wolle die Öffentlichkeit 2012 für den wertvollen gesellschaftlichen Beitrag älterer Menschen sensibilisieren. Die Europäer lebten heute länger und gesünder als in allen früheren Zeiten. Daher bemühe sich auch die Kirche, ältere Menschen stärker in ihre Arbeit einzubeziehen und sie dazu anzuregen, aktiv zu bleiben.
Themen rund ums Altern werden auch auf dem Katholikentag in Mannheim diskutiert:
http://www.katholikentag.de/programm/programmdatenbank.html?tx_saltpgh_pi1[showUid]=494
http://europa.eu/ey2012/ey2012main.jsp?catId=971 langId=de
http://www.seniorenweb-freiburg.de/
Im Erzbistum Freiburg gibt es 100 kirchliche Sozialstationen und 85 Altenheime in katholischer Trägerschaft. Mit rund zwei Millionen Katholiken gehört das Erzbistum zu den großen der 27 Diözesen in Deutschland. Auch der Kurznachrichtendienst "Twitter" bietet Informationen aus dem Erzbistum an - unter http://twitter.com/BistumFreiburg. Den Medien-Monitor des Erzbistums stellen wir unter http://twitter.com/MeMoEBFR bereit. Bei "Facebook" können interessierte Internetnutzer sich ebenfalls informieren - unter http://www.facebook.com/erzdioezese-freiburg.
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Datum: 03.04.2012 - 17:15 Uhr
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