Saisonauftakt Getränkeindustrie: Geschäftsmodelle auf dem Trockenen?
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Saisonauftakt Getränkeindustrie: Geschäftsmodelle auf dem Trockenen?
DGAP-Media / 12.04.2012 / 11:22
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In der Getränkebranche brodelt es. Ertragsseitig steht ein
Großteil der Unternehmen unter massivem Druck, denn die Margen auf
Herstellerseite sind auf Grund der Nachfragemacht des Handels extrem
niedrig. So entscheidet oft nur ein Absatzprozent, abhängig von nicht zu
beeinflussenden, saisonalen Entwicklungen wie Wetter oder Sportereignissen,über Gewinn oder Verlust. Das Management ist in einer Zwickmühle: Denn
gerade Fragen hinsichtlich der Finanzierung, der Auswirkungen
konjunktureller Entwicklungen, gesellschaftlicher, politischer und
strategischer Rahmenbedingungen sowie des Produkt- und Vermarktungserfolgs
bleiben häufig unbeantwortet. Sie fallen der operativen Saisonvorbereitung
zum Opfer. Dabei sind die Antwortenüberlebensnotwendig. Denn nur wer sein
Geschäftsmodell entsprechend anpasst, wird auch künftig dem zunehmenden
Druck markt- und beschaffungsseitiger Unsicherheiten in der Getränkebranche
standhalten - und nichtüber kurz oder lang auf dem Trockenen sitzen. Zu
diesem Schluss kommt die aktuelle Publikation 'Management von
Geschäftsmodellen in der Getränkeindustrie' von Dr. Wieselhuber&Partner.
Die Grenzen des organischen Wachstums im Getränkemarkt sind erreicht -
zumindest die Inlands-Märkte sind maximal gesättigt. In vielen Fällen geht
das Marktvolumen sogar schleichend zurück. Außerdem sind starke externe
Schwankungen an der Tagesordnung. So ist in den Krisenjahren 2008/2009 ein
etablierter Absatzmarkt der Branche deutlich ins Wanken geraten: die
Gastronomie. Zweistellige Absatzrückgänge beeinflussen auch nach dem
starken Umsatzwachstum des vergangenen Jahres noch heute die
Getränkehersteller. Aktuelle wirtschaftliche und politische Krisen
verschärfen die Situation zunehmend. Auch der erhebliche Promotionsdruck
des Lebensmitteleinzelhandels setzt die Getränkeindustrie unter Druck, da
in vielen Teilsegmenten bis zu zwei Drittel des Absatzes bereits auf
Promotions entfallen. Die Lage auf der Beschaffungsseite sieht laut
Jürgen-Michael Gottinger, Branchenexperte bei Dr. Wieselhuber&Partner
sowie Autor der Publikation, nicht besser aus: 'Alle Rohstoffe kennen nur
eine Preisrichtung: nach oben. Langfristig ist mindestens eine
Kostensteigerung für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe von 3 Prozent in
vielen Fällen bis zu 5 Prozent pro Jahr zu erwarten. In einigen Fällen ist
sogar mit einer Verknappung zu rechnen'. Vor diesen Hintergründen müssen
Unternehmen robust aufgestellt sein, ihr Geschäftsmodell muss eine hohe
Widerstandskraft gegen externe Schwankungen aufweisen.
Auf der gesellschaftlichen Ebene verändert das Verbraucherverhalten
etablierte Strukturen massiv: Durch die 'Entstrukturierung des Alltags' -
sowohl geographisch als auch zeitlich - werden Essen und Getränke zu den
unterschiedlichsten Tageszeiten weniger zu Hause, sondern vermehrt in
Kantine, Restaurant oder 'to go' konsumiert: 'Unternehmen dürfen diese
Veränderungen nicht als Bedrohung verstehen, sie müssen darin Chancen
erkennen! Die Kaffeehausketten mit ihren innovativen Geschäftsmodellen
haben das Bestens vorgemacht und ursprünglich innovationsarme
Kaffeehersteller mit sich gezogen. Bestes Beispiel: Nestlé. Das Unternehmen
schließt durch seine Geschäftsmodelländerung hin zum Systemanbieter von
Kaffeekapseln und dazugehöriger Maschine die Konkurrenz einfach aus', so
Gottinger.
Geht es darum, die 'Robustheit' und 'Zukunftsfähigkeit' des
Geschäftsmodells in einer Art Stresstest auf den Prüfstand zu stellen,
müssen natürlich auch die Faktorkosten des 'front end' (wie Produkte und
Serviceleistungen, Markt-/Wettbewerbsszenarien) als auch des 'back end'
(wie Organisation, Wertschöpfung, Prozesse) genauestens analysiert werden.
Ein kritischer Blick auf das Geschäftsmodell hinsichtlich der Finanzierung
darf ebenso wenig fehlen: 'Je sicherer das Geschäftsmodell im Hinblick auf
die Möglichkeit nachhaltig Gewinn zu erzielen ist, desto sicherer ist die
Finanzierung. Denn nur wenn ein Unternehmen nachweisen kann, wie es nicht
nur Gewinne macht, sondern Fremdmittel auch fristgerecht wieder
zurückzahlen kann, bekommt Kredite', weißGottinger.
Klar ist: Die Herausforderungen für die Unternehmensführung in der
Getränkebranche sindäußerst vielfältig. Sie erfordern Mut zur Veränderung.
Deshalb werden nur die, die in erster Linie nach neuen Chancen suchen und
erst in zweiter Linie Bedrohungen abwehren, auch ein tragfähiges, robustes
und zukunftsfähiges Geschäftsmodell entwickeln.
Die aktuelle W&P Broschüre 'Management von Geschäftsmodellen in der
Getränkebranche' ist auf Anfrage verfügbar.
Kurzporträt Dr. Wieselhuber&Partner
Dr. Wieselhuber&Partner (W&P) ist eine unabhängige, branchenübergreifende
Top-Management-Beratung für Familienunternehmen sowieöffentliche
Institutionen. Diese konsequente Zielgruppen-Orientierung und die daraus
resultierende Kompetenz hat W&P in den vergangenen 25 Jahren zur führenden
Unternehmensberatung für Familienunternehmen in Deutschland gemacht. Mit
Stammhaus in München bietet Dr. Wieselhuber&Partner seinen Kunden
umfassendes Branchen- und Methoden-Know-how und zeichnet sich vor allem
durch seine Kompetenz im Spannungsfeld von Familie, Management und
Unternehmen aus.
Pressekontakt:
Stephanie Meske
Dr. Wieselhuber&Partner Unternehmensberatung
Nymphenburgerstraße 21
80335 München
Telefon 089 28623-139
Email meske@wieselhuber.de
Ende der Pressemitteilung
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