Iran: Dialog ohne Vorbedingungen
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Iran: Dialog ohne Vorbedingungen
"In den USA wie auch im Iran stehen in naher Zukunft Präsidentschaftswahlen an. Wahlkampfzeiten sind leider keine Kompromisszeiten. Deshalb dürfen an die Gespräche in Istanbul keine zu hohen Erwartungen gestellt werden. Es gilt, einen Gesprächsfaden zu knüpfen, der stark genug ist, notfalls durch beide Wahlkämpfe zu halten.
Ein solcher Gesprächsprozess muss durch vertrauensbildende Maßnahmen beider Seiten Substanz erhalten. So sollte der Westen seine Sanktionen schrittweise zurücknehmen und der Iran temporär auf seine Urananreicherung auf 20 Prozent verzichten. Ein Fahrplan hierfür müsste ein erstes Ziel des Gesprächsprozesses sein.
Die in den USA erhobene Forderung nach einer kompletten Schließung der vor Luftangriffen nahezu sicheren Urananreicherungsanlage in Fordow ist kontraproduktiv. Die Regierung in Teheran kann dies so interpretieren, dass sie sich einem potentiellen Angriff auf ihr Atomprogramm ausliefern soll."
F.d.R. Beate Figgener
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 13.04.2012 - 12:45 Uhr
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