Neue OZ: Kommentar zu Formel-1 Rennen in Bahrain
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So mutig sie bei ihren Manövern auf der Piste in ihren Boliden
auch sind: Geht es darum, eine Einschätzung zur politischen Situation
in Bahrain zu geben, kneifen die Formel-1-Piloten. Eine Art
Staatsräson in der Vollgasbranche - es geht um Selbstbehauptung um
jeden Preis. Das ist bitte schön wörtlich zu nehmen, denn Ecclestone
& Co. kassieren in der Wüste richtig ab. Was jenseits ihres goldenen
Käfigs passiert, scheint die Branche nicht zu interessieren.
Fast scheint es, als habe es einen Maulkorberlass gegeben. Viele
würden gern mehr sagen, dürfen es aber offensichtlich nicht. Das
bestärkt Bahrains Opposition in dem Vorwurf, wonach sich die Formel 1
von den Regierenden hat instrumentalisieren lassen. Die Königsklasse
des Motorsports ist auch in anderen Staaten mit fragilen politischen
und gesellschaftlichen Verhältnissen unterwegs. Aufgrund der globalen
Popularität könnten ihre Protagonisten auf Missstände hinweisen. Aber
Schweigen im Walde. Oder in der Wüste - siehe Bahrain.
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Datum: 20.04.2012 - 22:00 Uhr
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