Erzbischof Zollitsch (Freiburg) zur ?Woche für das Leben?: Verhältnis der Generationen so gut wie nie
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Erzbischof Zollitsch zur "Woche für das Leben": Generationen-Verhältnis so gut wie nie!
Freiburg (pef). Das Verhältnis zwischen den Genera
Freiburg (pef). Das Verhältnis zwischen den Generationen ist nach Überzeugung von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (Freiburg) besser als jemals zuvor: Während mit Blick auf die demographische Entwicklung in Deutschland oft vor einem "Krieg der Generationen" gewarnt und der Eindruck erweckt werde, in Deutschland rolle eine "graue Revolution" mit Rollstühlen und Rollatoren heran, trage eine wachsende Zahl aktiver Großeltern immer häufiger zu einem gelingenden Miteinander aller Generationen bei. "Die vielen Omas und Opas mit ihrem wertvollen Schatz an Erfahrung sind ein Segen ? nicht nur für die Enkelkinder, sondern für den Alltag in vielen Familien, in der Nachbarschaft und die gesamte Gesellschaft", formulierte der Erzbischof von Freiburg in einem Beitrag zum Auftakt der "Woche für das Leben" (bis 28. April).
'Omas und Opas haben mehr Zeit für Enkelkinder'
Die demografische Entwicklung sei zweifellos eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft, erklärte Erzbischof Zollitsch: "Viel hängt davon ab, wie wir damit umgehen, dass die Zahl der Älteren steigt ? Familien bestehen inzwischen aus vier Generationen ? während die Zahl der Kinder zurückgeht." Nicht nur die sozialen Sicherungssysteme, auch die privaten Netze seien auf das Miteinander aller angewiesen. Wie Statistiken zeigen, konnten sich noch nie zuvor so viele Großeltern so intensiv um ihre Enkel kümmern wie heute. Dies hänge nicht nur mit der geringeren Zahl der Enkel, sondern auch mit der längeren Lebenserwartung zusammen, die Omas und Opas mehr Zeit gebe, ihre Enkelkinder zu begleiten. "Viele Studien zeigen, dass sich die meisten jungen Menschen in unserem Land nach einer stabilen Familie sehnen und sich Kinder wünschen", erklärte Zollitsch. Großeltern könnten - auch unter veränderten Lebensbedingungen mit erhöhter Mobilität und gestiegenen beruflichen Anforderung an beide Elternteile ? enorm zum gelingendem Miteinander und damit auch einer kinderfreundlicheren Gesellschaft beitragen: "Es ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft, jungen Menschen Mut für die Zukunft und zu Kindern zu machen." Verständnis füreinander entsteht nach den Worten von Erzbischof Zollitsch dort, wo sich unterschiedliche Generationen wirklich begegnen. Dazu könne auch die Kirche ihren Beitrag leisten. Wo dies gelinge, wachse der Lebensoptimismus aller ? auch jener Menschen, die durch schwere Krankheit oder Behinderungen auf Hilfe angewiesen und nicht mehr in der Lage sind, Enkelkinder zu betreuen.
Woche für das Leben: Einsatz für menschenwürdiges Miteinander
- In einer Dreijahreskampagne der Woche für das Leben wollen die Kirchen darauf aufmerksam machen, dass der Einsatz für das Leben des Einzelnen und für ein menschenwürdiges Miteinander alle angeht. In diesem Jahr steht das Miteinander der Generationen im Mittelpunkt. Das Jahr 2012 wurde von der EU zum "Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen" (EU) bestimmt. Vor mehr als 20 Jahren wurde die Woche für das Leben gestartet, um ein Zeichen zu setzen für den Schutz und die Würde des menschlichen Lebens. Ziel ist, die Akzeptanz auch von nicht "perfektem", krankem und behindertem Leben in der Gesellschaft zu fördern. Trotz mancher Krankheiten und Beschränkungen erfahren die meisten das Glück eines längeren Lebens: "Und gerade die Älteren in unserer Gesellschaft können den Jüngeren in den Familien beistehen und tun das auch."
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Datum: 23.04.2012 - 11:15 Uhr
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