Kristina Schröder: 'Wir unterstützen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf'
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Kristina Schröder: "Wir unterstützen Frauen beim Wiedereinstieg in den Beruf"
Bundesfamilienministerium und Bundesagentur für Arbeit starten 2. Phase des ESF-Modellprogramms "Perspektive Wiedereinstieg"
Die Bundesregierung unterstützt auch weiterhin Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg nach einer familienbedingten Erwerbsunterbrechung. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt für die zweite Phase des ESF-Modellprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" bis Ende 2013 weitere sieben Millionen Euro ESF-Mittel zur Verfügung, um so gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit an zehn Modellstandorten Frauen nach einer mehrjährigen familienbedingten Auszeit den Wiedereinstieg zu erleichtern. Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise, haben heute (Mittwoch) in Berlin eine entsprechende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.
"Die Erfahrung zeigt, dass Frauen nach einer längeren familienbedingten Erwerbsunterbrechung vor allem in Westdeutschland noch zu selten ein substanzieller Wiedereinstieg in den Beruf gelingt", sagte Kristina Schröder.
"Meistens ist es doch so: Erst muss man betteln, um auf Teilzeit reduzieren zu dürfen, dann muss man betteln, um wieder Vollzeit arbeiten zu dürfen. Wir brauchen deshalb mehr vollzeitnahe Tätigkeiten und einen Anspruch auf Wiederaufstockung in Vollzeit. Beides dient der eigenständigen Existenzsicherung und der Absicherung im Alter. Ich werde deshalb gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit Frauen weiterhin und noch stärker dabei unterstützen, nach einer familiären Auszeit in ihren Beruf zurückzukehren."
"Die Herausforderungen des demografischen Wandels können nur gemeistert werden, wenn die Erwerbsbeteiligung der Frauen steigt", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank-J. Weise. "Und auch vor dem Hintergrund des aktuellen Fachkräftebedarfs ist es ein Gebot der Stunde, die vorhandenen Potenziale nicht zu verschenken und den zumeist gut qualifizierten Wiedereinsteigerinnen die bestmögliche Unterstützung zu gewähren."
Das ESF-Modellprogramm ist ein Baustein des Aktionsprogramms "Perspektive Wiedereinstieg" der Bundesregierung, das 2008 gestartet ist. Die erste Programmphase des im März 2009 begonnenen ESF-Programms ist im Februar 2012 erfolgreich zu Ende gegangen. In dieser Zeit wurden mehr als 8.000 Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger beraten, circa 4.600 Kundinnen wurden durch die Projektträger begleitet und 71 Prozent der Teilnehmerinnen mit abgeschlossenem Projektverlauf wurden in eine Beschäftigung oder weiterführende Qualifizierung integriert.
Zudem werden die Konzepte, die sich in der Praxis besonders bewährt haben, nun von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Sofern sich Kooperationspartner finden, die für die Finanzierung der ersten Orientierungsphase aufkommen, finden Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger künftig bundesweit ähnlich gute Unterstützungsangebote vor wie bisher nur an den Modellstandorten. An diesen Punkten setzt die Verlängerung des mit ESF-Mitteln kofinanzierten Modellprogramms mit folgenden Schwerpunkten an:
- Verstärkte Einbeziehung des Partners als Unterstützer im Wiedereinstiegsprozess
- Sensibilisierung der Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger für die Schaffung von Entlastungsmöglichkeiten durch haushaltsnahe Dienstleistungen
- Kooperation mit Hochschulen zur Entwicklung passgenauer Weiterbildungsangebote für Akademikerinnen
- Qualifizierung von Wiedereinsteigerinnen für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Privathaushalten
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.bmfsfj.de www.esf-regiestelle.eu
www.perspektive-wiedereinstieg.de
www.wiedereinstiegsrechner.de
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
E-mail: poststelle@bmfsfj.bund.de
Internet: http://www.bmfsfj.de
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Datum: 25.04.2012 - 13:30 Uhr
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