Greenpeace-Aktivisten verfolgen Shell-Schiff auf der Ostsee / Umweltschützer protestieren gegen gep

Greenpeace-Aktivisten verfolgen Shell-Schiff auf der Ostsee / Umweltschützer protestieren gegen geplante Ölbohrungen in der Arktis

ID: 630784
(ots) - 4.5.2012 - 19 Greenpeace Aktivisten in
vier Schlauchbooten haben heute auf der Ostsee vor Rügen das von
Shell gecharterte Spezialschiff 'Nordica' auf seinem Weg in die
Arktis abgefangen. Mit Bannern protestieren die Umweltschützer seit
den frühen Morgenstunden gegen die Weiterfahrt des Schiffes. Auf den
Bannern steht: 'Stopp Shell' und 'Schützt die Arktis'. Der Grund für
die Aktion: Shell plant im Sommer dieses Jahres erste Ölbohrungen in
arktischen Gewässern. "Shell setzt mit den geplanten Bohrungen das
Überleben der Arktis aufs Spiel", sagt Jörg Feddern, Ölexperte von
Greenpeace. "Wenn wir die Pläne von Shell nicht stoppen, wird eine
der letzten unberührten Regionen dieser Erde zu einem Tummelplatz der
Industrie verkommen. Ein großer Ölunfall wäre für die Arktis
katastrophal."

Shell stellt Arktis in den Fokus - Versicherungen und Banken
warnen vor Risiko

Shell ist einer der ersten großen internationalen Ölkonzerne, der
die Ausbeutung der Arktis in seinen Fokus stellt. Wenn bei den
Bohrungen in diesem Sommer Öl gefunden wird, werden andere Konzerne
mit Milliardeninvestitionen nachziehen und ebenfalls in die Region
gehen. Experten vermuten etwa 90 Milliarden Barrel (ein Barrel= 159
Liter) Öl in der Arktis, das meiste davon unter dem Meeresboden.
Diese Menge würde reichen, um den derzeitigen Weltverbrauch für etwa
drei Jahre zu decken. Der internationale Versicherungskonzern
Lloyd's zeigt in einer aktuellen Studie auf, welches hohe Risiko
Ölbohrungen in der Arktis bergen. Die Folgen wären kaum beherrschbar.
Die Westdeutsche Landesbank hat in ihren aktuellen
Geschäftsgrundsätzen festgeschrieben, dass es keine Finanzierungen
für geplante Ölprojekte in der Arktis gibt.

"Konzerne wie Shell sehen nur die Milliardengewinne und ignorieren
die Warnungen von Experten", sagt Feddern. "Ölunfälle sind keine


Ausnahme sondern die Regel. Ein Unfall wie bei der 'Deepwater
Horizon' würde das einmalige und sehr empfindliche Ökosystem der
Arktis zerstören. Deshalb muss die Arktis für die Ölindustrie
gesperrt werden", fordert Feddern.

Seit Anfang Mai haben Greenpeace-Aktivisten in Helsinki/Finnland
und Karlskrona/Schweden gegen das Auslaufen und die Fahrt der
'Nordica' nach Alaska protestiert (http://gpurl.de/komrn). Das
Spezialschiff aus Finnland soll in der Arktis unter anderem mit der
'Noble Discoverer', einem Bohrschiff von Shell zusammentreffen.

Mitmachaktion im Internet

Wer den Protest gegen Shell unterstützen will, kann unter
http://www.greenpeace.org/savethearctic eine Protestmail an den
verantwortlichen Geschäftsführer von Shell, Peter Voser, senden.

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Jörg Feddern, Tel.
0171-8780804 oder Pressesprecher Björn Jettka, Tel. 0171-8780778
(beide vor Ort). Fotos erhalten Sie unter Tel. 040-30618377,
Videomaterial zum Download vom ftp-Server, Infos dazu unter Tel.
0175-5891718. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email
presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
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Datum: 04.05.2012 - 05:06 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:

Umweltpolitik



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