Stern.de: Maria Bögerl starb laut Gutachten wahrscheinlich am Tag der Entführung
ID: 636937
entführte Maria Bögerl, die erst drei Wochen später in einem
Waldstück aufgefunden wurde, ist höchstwahrscheinlich noch am Tag
ihrer Entführung ermordet worden. Das berichtet stern.de unter
Verweis auf ein Gutachten des Rechtsmediziners, der die Leiche von
Maria Bögerl untersucht hat. Nach einer Analyse des Mageninhalts sei
der Rechtsmediziner zu dem Schluss gekommen, dass Maria Bögerl etwa
drei bis sieben Stunden vor ihrem Tod eine Kiwi zu sich genommen
hatte. Dies, so führt der Gutachter laut stern.de in der
Expertise aus, spreche dafür, dass die Ehefrau des Heidenheimer
Kreissparkassenchefs in den Mittags- oder Nachmittagsstunden des
Entführungstages ermordet worden sei. Die Polizei hatte bisher stets
erklärt, der Todeszeitpunkt sei nicht näher eingrenzbar. Ein Sprecher
der Sonderkommission wollte sich auf Nachfrage von stern.de zur Frage
des Todeszeitpunkts nicht äußern.
Unterdessen äußerte sich die baden-württembergische
Landesregierung erstmals zur Frage von Ermittlungspannen in diesem
Fall. "Wir haben volles Vertrauen in unsere unabhängige Justiz",
erklärte das Innenministerium auf Anfrage von stern.de. "Sie wird
eventuelle Fehler feststellen und auch, wer möglicherweise dafür
Verantwortung übernehmen muss."
Am Entführungstag, der sich jetzt zum zweiten Mal jährt, war die
Lösegeldübergabe gescheitert. Sie hatte sich unter anderem deswegen
verzögert, weil die Landeszentralbank in Ulm von der Polizei nicht
informiert worden war. Maria Bögerls Mann hatte die geforderten
300.000 Euro daher erst um 15.30 Uhr ablegen können, anderthalb
Stunden nach Verstreichen der vom Entführer gesetzten Frist.
Den gesamten Artikel lesen Sie unter: http://www.stern.de/boegerl
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Datum: 11.05.2012 - 15:08 Uhr
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