ZDF-Dokumentation "Die Rückkehr der Biber" / "planet e." begleitet Biberschützer und Biberfänger
ID: 640595
muss, oder ein wichtiger Verbündeter im Naturschutz? Mit dieser Frage
beschäftigt sich der Film "Die Rückkehr der Biber" von Axel Gomille,
den das ZDF am Sonntag, 20. Mai 2012, 13.35 Uhr, in seiner Reihe
"planet e." zeigt.
Die größten Nagetiere Europas sind geniale Baumeister. Kein
anderes Tier kann wie sie die Landschaft gestalten. Sie fällen Bäume,
um deren Laub und Rinde zu verspeisen, und sie stauen mit Dämmen
Wasser an, denn nur im feuchten Element fühlen sie sich sicher. Doch
gerade an dieser Baukunst scheiden sich die Geister. Bei uns freuen
sich Naturschützer über die Anwesenheit der fleißigen Nager, die
eigenständig Feuchtgebiete anlegen und so teure
Renaturierungsmaßnahmen ersparen. Am anderen Ende der Welt dagegen,
in Feuerland, versucht man den Biber mit aller Kraft auszurotten.
Die ZDF-Dokumentation stellt unter anderen den engagierten
Biberexperten Peter Ibe aus Sachsen-Anhalt vor: Er kümmert sich
darum, dass die bei uns streng geschützten Tiere, die durch ihre
Bautätigkeit die Landschaft massiv verändern, eine Zukunft haben.
Einst waren die Nager bei uns vom Aussterben bedroht. Nur etwa 200
hatten an der mittleren Elbe überlebt. Dank langjähriger
Schutzmaßnahmen sind sie zurückgekehrt - inzwischen gibt es wieder
rund 7500 Elbebiber.
In Südamerika hingegen waren die Nager nie natürlicherweise
heimisch. Sie wurden erst vom Menschen wegen ihrer wertvollen Felle
angesiedelt - mit verheerenden Folgen. Der südamerikanische Wald
kommt mit den Neubürgern nicht zurecht, die Tiere haben bereits große
Flächen zerstört. "planet e." besucht den chilenischen Ökologen und
Trapper José Cabell, der für die Ausrottung des Bibers in Feuerland
kämpft, um weitere Schäden zu verhindern.
Es ist geradezu paradox: In Südamerika versucht man Biber
auszurotten, in Europa, sie wieder anzusiedeln. In beiden Fällen
sollen die Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Wenn das
natürliche Gleichgewicht erst einmal durch den Menschen gestört
wurde, ist der Versuch, es wieder herzustellen, meist sehr aufwändig.
Viele Tiere und Pflanzen profitieren von der Arbeit des Bibers. Am
richtigen Ort kann er daher ein sehr wichtiger Partner für den
Naturschutz sein.
Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 -
70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/planete
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Datum: 16.05.2012 - 16:10 Uhr
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