Hormonelle Kastration nun auch für Frettchen zugelassen - Implantat ermöglicht Kastration männlic

Hormonelle Kastration nun auch für Frettchen zugelassen - Implantat ermöglicht Kastration männlicher Frettchen ohne Operation

ID: 641222

Bad Oldesloe, 18. Mai 2012 – Wer Frettchen hält, sollte diese dringend kastrieren lassen. Während Fähen aus gesundheitlichen Gründen kastriert werden müssen, um einer Dauerranz zu entgehen, sind es bei Rüden eher soziale wie kosmetische Gründe. Ein unkastriertes Männchen versucht alle Frettchen, egal ob Fähe oder Rüde, in seiner Gruppe zu decken. Dies kann zu Unfrieden innerhalb der Gruppe führen. Eine Trennung von der Gruppe ist nicht artgerecht und daher keine Option. „Rüden riechen zudem sehr stark, viele Tierhalter finden das unangenehm“, so Martina Reher, Tierärztin bei Virbac Tierarzneimittel. Bisher blieb nur die chirurgische Kastration des Rüden, die aber Nebenwirkungen haben kann. Mittels einer hormonellen Kastration durch ein Implantat kann nun das gleiche Ergebnis ohne die Gefahren eines Eingriffs erzielt werden.



(firmenpresse) - Das Implantat hat die Größe eines Reiskorns und wird zwischen den Schulterblättern unter die Haut gesetzt. Für mindestens 16 Monate verhindert der Wirkstoff im Implantat die Bildung von Sexualhormonen wie Testosteron. Die Testosteronwerte im Blut entsprechen denen chirurgisch kastrierter Tiere. Fünf bis 14 Wochen nach der Injektion ist der Rüde zeugungsunfähig. Bis dahin kann noch Sperma in den Nebenhoden gelagert sein. Testosteronbedingte Verhaltensweisen gegenüber Fähen und Rüden nehmen ab, d.h. das Frettchen wird ruhiger und friedlicher. Auch der moschusartige Geruch der Tiere reduziert sich. Das Implantat kann eingesetzt werden, sobald die Tiere die Geschlechtsreife erlangt haben.

Frettchen leiden nach einer chirurgischen Kastration oft unter einer Nebennierenrindenerkrankung, die zu hormonellen Störungen führt. Es kann als Folge zu starkem Haarausfall, Juckreiz und einer immensen Produktion von Sexualhormonen (v.a. Östrogenen) kommen. Durch diese weiblichen Geschlechtshormone können die Tiere eine Anämie entwickeln, die tödlich enden kann.

Auch Züchter, die einen Rüden später noch für die Zucht einsetzen möchten, können die temporäre Kastration nutzen. Nach dem Wirkende entwickelt sich die Zeugungsfähigkeit des Rüden ganz normal zurück und er ist wieder „einsatzfähig“.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Möglichkeit einer hormonellen Kastration für Ihr Tier. Er kann Sie individuell beraten.







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Die Virbac Tierarzneimittel GmbH mit Hauptsitz in Nizza gehört zu den zehn führenden veterinärpharmazeutischen Unternehmen weltweit. In 22 Niederlassungen auf allen fünf Kontinenten entwickelt und produziert Virbac unter anderem Groß- und Kleintierimpfstoffe, dermatologische Produkte, Antiparasitika, Diätetika, Dentalprodukte sowie Lesegeräte und Transponder zur Tierkennzeichnung. Die deutsche Niederlassung in Bad Oldesloe verzeichnet
seit ihrer Gründung 1982 eine kontinuierlich positive Entwicklung und steht den bundesweit niedergelassenen Tierärzten mit rund 50 erfahrenen Mitarbeitern beratend zur Verfügung.



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Pressekontakt der Virbac Tierarzneimittel GmbH:
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Datum: 18.05.2012 - 09:57 Uhr
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