Vielfalt auf Deutsch ? Weltweit größte jährliche Konferenz zum Zweit- und Fremdspracherwerb Deutsch an Universität Hildesheim
ID: 641591
Vielfalt auf Deutsch ? Weltweit größte jährliche Konferenz zum Zweit- und Fremdspracherwerb Deutsch an Universität Hildesheim
Wer an internationale oder auch interkulturelle Kommunikation denkt, der verbindet dies wahrscheinlich in erster Linie mit der englischen Sprache. Aber auch das Deutsche wird nach wie vor im Ausland gelernt ? in englischsprachigen Ländern zwar abnehmend, in Osteuropa weiterhin stabil und in China mit sogar steigender Tendenz. Weltweit bereiten sich Menschen ? auch durch das Erlernen der deutschen Sprache ? auf interkulturelle Kommunikation vor. Und nicht nur das: Innerhalb Deutschlands ist das Deutsche nicht immer die Mutter- oder Familiensprache, sondern oft eine Zweitsprache. Die mit der Vermittlung des Deutschen entstehenden Herausforderungen diskutiert im Juni der Fachverband Deutsch als Fremdsprache (FaDaF) während seiner 39. Jahreskonferenz an der Universität Hildesheim.
Auf der Konferenz geht es um neue Erkenntnisse zur Sprachvermittlung ? und das umfasst sehr viel mehr als Wortschatz und Grammatik. Die moderne Forschung berücksichtigt gezielt, dass verschiedene Sprachen und Gesellschaften in bestimmten Situationen durchaus sehr unterschiedliche kommunikative Strategien anwenden: Um ein Nein auszudrücken, sagt man in Deutschland "nein", in Teilen Asiens aber, man wolle sich bemühen. Die aus reiner Übersetzung resultierenden Probleme sind offenkundig. International belasten sie z.B. Geschäftsverhandlungen, im Inland ist die Chancengleichheit beeinträchtigt, wenn neben Grammatik nicht auch solche kommunikativen Strategien vermittelt werden.
"Professionalisierung tut also Not", meint deshalb der FaDaF. Denn eine Beschäftigung mit dem Deutschen als Fremd- oder Zweitsprache bedeutet immer, die deutsche Sprache und die deutsche Kultur aus einer fremden Perspektive wahrzunehmen. Lernschwierigkeiten und dem Muttersprachler unbewusste Regelhaftigkeiten sind dabei genauso zu berücksichtigen, wie nur scheinbare Selbstverständlichkeiten der Sprachverwendung als solche zu identifizieren sind. All dies verlangt Forschung und Qualifikation ? und eben nicht nur die natürliche Kompetenz eines Muttersprachlers.
Die "Professionalisierung in den Bereichen Deutsch als Fremd- sowie Zweitsprache" bildet deshalb einen der vier Tagungsschwerpunkte. Ein zweiter, nämlich "authentische interkulturelle Kommunikation", beschäftigt sich u.a. mit der erwähnten gesellschaftlichen Prägung des Sprachgebrauchs. Verschiedene Lernerperspektiven stehen im Zentrum des dritten Schwerpunkts, nämlich "Sprachlernwege und Sprachlernbiographien", und konkrete "Unterrichtsmethoden" bilden den vierten.
Stärker praxis- als forschungsorientiert sind die Foren "Unterrichtspraxis" sowie "Beruf und Qualifizierung", in denen sich die Teilnehmer über praktische Erfordernisse austauschen. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs bietet die Tagung darüber hinaus Gelegenheit, laufende Forschungsarbeiten aus dem Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache vorzustellen und zu diskutieren. Ergänzt wird die Tagung durch eine Posterpräsentation, in der verschiedene Projekte zu den Bereichen Deutsch als Zweitsprache, Deutsch als Fremdsprache und Mehrsprachigkeit gezeigt werden.
Fakten zur Konferenz:
Nach der Eröffnung am Donnerstag, 31. Mai 2012, 11.00 Uhr im Audimax hält Kristina Cunningham (EU-Generaldirektion Kultur und Sprachen) um 11.30 Uhr den Eröffnungsvortrag "Deutsch im Rahmen der EU-Sprachenpolitik".
Am Freitag, 01. Juni, 10.45 bis 13.00 Uhr, findet eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Aktuelle Anforderungen an die Integrationsträger und deren MitarbeiterInnen aus der Sicht der Politik, Exekutive und Wissenschaft" statt (Hauptcampus, Marienburger Platz 22). Es diskutieren die stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende und Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Aydan Özoguz, Prof. Dr. Udo Ohm von der Universität Bielefeld sowie Claudia Schanz (angefragt) aus dem Niedersächsischen Kultusministerium. Die Moderation übernimmt Amadeus Hempel, Geschäftsführer des Vereins Interkulturelle Bildung Hamburg (IBH).
Tagungsprogramm anbei als PDF und online unter: http://www.fadaf.de/de/jahrestagung_2012/
Kontakt:
Prof. Dr. Ursula Bredel
Institut für deutsche Sprache und Literatur, Universität Hildesheim
Tel.: 05121.883-616 | E-Mail: bredel@uni-hildesheim.de
Dr. Matthias Jung
Vorstandsvorsitzender des FaDaF
Tel: 0211 / 566220 | E-Mail: jung@fadaf.de
Dr. Annegret Middeke
Geschäftsführerin des FaDaF | middeke@fadaf.de
Tel.: 0551 / 39-4792
Prof. Dr. Stephan Schlickau
Direktor des Instituts für Interkulturelle Kommunikation, Universität Hildesheim
Tel.: 05121.883-825 | E-Mail: schlicka@uni-hildesheim.de
Hinweis für Redaktionen
Die Pressestelle (Isa Lange, presse@uni-hildesheim.de, 0177.8605905) stellt gerne vor, während und nach der Tagung den Kontakt zu Wissenschaftlern her.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen,
Isa Lange
Stiftung Universität Hildesheim
Kommunikation und Medien
Pressesprecherin
Marienburger Platz 22
31141 Hildesheim
Fon: 05121.883.102
Mobil: 0177.860.5905
Mail: presse@uni-hildesheim.de
www.uni-hildesheim.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 18.05.2012 - 17:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 641591
Anzahl Zeichen: 6266
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 567 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vielfalt auf Deutsch ? Weltweit größte jährliche Konferenz zum Zweit- und Fremdspracherwerb Deutsch an Universität Hildesheim"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Stiftung Universität Hildesheim (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Kranken Freude machen? Die Uni probiert`s / Ergebnisse nach 3 Jahren Kulturstation In dem Kooperationsprojekt "KulturStation" arbeitet ein Team um Professor Erwin Wagner vom "center for lifelong learning" der Universität Hildesheim mit dem AMEOS Klinikum Hildesheim zusammen.
Anpassen, statt verschwenden: Große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten / Big data im Finanzmarkt ...
erschwenden: Große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten / Big data im Finanzmarkt "Im Finanzsektor, in dem an der Börse täglich enorme Datenmengen unmittelbar verarbeitet werden, stößt die Informationstechnologie bei Analysen derzeit noch an ihre Grenzen", sagt Christian Kröher, In
Anpassen, statt verschwenden: Wie wir große Datenmengen in Echtzeit verarbeiten / Informatiker starten EU-Projekt ...
Große Datenmengen, die in Echtzeit verarbeitet werden müssen: Viele Systeme sind so angelegt, dass sie auf Volllast fahren. Informatiker der Universität Hildesheim arbeiten an Lösungen, wie sich Systeme besser an Datenströme anpassen können. Die Informationsverarbeitung soll flüssig laufen
Weitere Mitteilungen von Stiftung Universität Hildesheim
Alle Opelstandorte müssen erhalten bleiben ...
Zur Ankündigung von General Motors, das Opel-Stammwerk in Rüsselsheim 2015 schließen zu wollen, erklärt das Mitglied des Vorstandes der Partei DIE LINKE, Michael Schlecht: "Das unwürdige Spiel, Belegschaften gegeneinander auszuspielen, darf von den Beschäftigten nicht akzeptiert wer
Blockupy: EZB und Bankenviertel erfolgreich blockiert ...
ntrale Aktionen im ganzen Stadtgebiet / Mehr als 500 Demonstranten in Gewahrsam genommen Nach den Besetzungen des Paulsplatzes und des Römerberges am gestrigen Donnerstag hat das Blockupy-Bündnis auch am Freitag sein Aktionsziel erreicht. "Der Finanzplatz Frankfurt ist weitgehend lahmgeleg
Staatsminister Link trifft neuen französischen Europaminister Cazeneuve ...
inungsdatum 18.05.2012 Staatsminister Michael Link empfängt am Montag, 21.05., den neuen franzöischen Europaminister Bernard Cazeneuve zu dessen Antrittsbesuch im Auswärtigen Amt. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen aktuelle europapolitische Fragen. Staatsminister Link hatte dem französische
Frühförderung aus einer Hand und Ehrenamt in allen Facetten ? Minister Bischoff kommt zum Halle-Besuch ...
Sozialminister Norbert Bischoff kommt am Donnerstag zu einem Arbeitsbesuch nach Halle. Bischoff wird sich über Projekte der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik informieren. Am Vormittag besichtigt der Minister die Interdisziplinäre Frühförderstelle des Sozialpädiatrischen Zentrums Halle. Die
Attac fordert neues Statut für die EZB ...
* Neues Statut für die EZB * Attac fordert grundlegende Reform zur Krisenbekämpfung und -verhinderung Anlässlich der laufenden Blockupy-Proteste in Frankfurt forderte das Attac-Netzwerk ein völlig neues Statut für die EZB, das die Möglichkeit zur Staatenfinanzierung ebenso einschließt,




