Weg zu Innovationen in vielen Unternehmen zufällig
Funktionierende Innovationskultur kann Krisen meistern – neue Impulse auch für
Krise der Finanzdienstleister
Frankfurt am Main, den 10. November 2008 – 78% der Führungskräfte in deutschen
Unternehmen erwarten weitere Innovationssprünge in ihrer Branche. Aber nur 27%
der Industrie- und 17% der Dienstleistungsunternehmen haben bereits eine
Abteilung, die speziell für Innovationen im Unternehmen verantwortlich ist.
Wissensportale wie Wikipedia werden ihre aktuell noch überraschend geringe
Bedeutung mehr als verdoppeln. Hingegen haben traditionelle Intranets die
Erwartungen vieler Unternehmen enttäuscht und werden an Bedeutung abnehmen.
Das sind wesentliche Ergebnisse der Studie „Wandel für Innovation“, durchgeführt
kurz vor Zuspitzung der Finanzkrise von Peakom und dem F.A.Z.-Institut aus
Frankfurt am Main. „Unternehmen innovationsstark und damit krisensicherer zu
machen und die notwendigen Change-Prozesse zu implementieren, ist derzeit eine
der größten Herausforderungen für Manager“, erläutert Dr. Michael Gross,
Geschäftsführer der Peakom GmbH. „Wie die absehbaren weiteren
Innovationssprünge genutzt werden können, ist vielen Führungskräften noch nicht
klar“. Befragt wurden die Geschäftsführer und Vorstände von 230 Unternehmen in
Deutschland.
Krise verstärkt
Extrem auffällig im Vergleich zu anderen Branchen ist die Eigendiagnose der
befragten Banken und Versicherungen: sie besitzen nach eigenen Angaben
zumeist keine Innovationskultur für nachhaltigen Markterfolg. 84% stellen die
Umsatzsteigerung in den Vordergrund – weit vor allen anderen Zielen und in
Kontrast zu den Ansichten aller anderen Branchen. Nur 12% sagen, die
Verbesserung der Mitarbeiterleistungen sei für sie Ziel von Innovationen. Dagegen
sehen aktuell 48% und künftig sogar 63% den Vertrieb als wichtiges Instrument für
Innovationen an (andere Dienstleistungsunternehmen heute nur 22%, künftig 26%).
Die bisherige Kurzfristigkeit des Innovationsdenkens in der Finanzindustrie wird
durch die Ausnahmestellung des Wettbewerbs als Antreiber für Innovationen mit
4,61 Punkten deutlich – der bei allen befragten Unternehmen nur 3,98 beträgt (auf
einer Skala von 0 bis 5 für sehr wichtig).
Schließlich dient als letzter Indikator das fehlende Controlling von Innovationen: fast
ein Drittel der befragten 21 Banken und Versicherungen arbeitete bislang ohne
jegliche Kennziffern für ihr Innovationsmanagement.
Ständig besser werden wollen, um Bester zu bleiben
Markus Garn, Leiter der Innovationsprojekte im F.A.Z.-Institut sieht in den
Ergebnisse eine praxisnahe Perspektive: „Eine Innovationskultur braucht in
Unternehmen kontinuierliches Pflügen, Säen und Düngen für stabile Ernten.
Unternehmen, die nur auf schnellen Erfolg ohne Nachhaltigkeit setzen, gefährden
schnell Ihre Basis und Ressourcen. Eine authentische Beteiligungskultur für die
Mitarbeiter und transparentes Controlling, sind Eckpfeiler für eine integrierte
Innovationskultur mit hoher Anpassungsfähigkeit“.
Zusammenfassend ermittelte die Studie sechs zentrale Handlungsfelder zum
erfolgreichen Wandel, damit Innovationen systematisch und effizient entstehen und
umgesetzt werden:
1. Integration: Wandel für Innovation benötigt integriertes
Transformationsmanagement. Die Wirkungskette „Pflügen, säen und düngen zum
Ernten“ ist unter Einbindung aller als Ganzes zu führen und an der schwächsten
Stelle zu verändern, um das Innovationspotenzial zu erhöhen.
2. Diffusionstreiber: Wandel für Innovation braucht Verantwortung. Ein „Chief
Innovation Officer“ an der Spitze ist zusammen mit seinem Team elementar zur
Koordination der Abläufe, Fokussierung der Maßnahmen und Realisation des
Change-Managements verantwortlich. Synergien im Unternehmen müssen gehoben
werden.
3. Wechselspiel: Wandel für Innovation benötigt eine Verknüpfung des Wissens
durch Verbindung der Ressourcen in und außerhalb von Unternehmen.
Idealerweise entsteht so die Formel 1+1 = 3, die große Innovationen möglich macht.
4. Querdenken: Wandel für Innovation benötigt Offenheit für Ideen und Kritik. In
Unternehmen ist ein Klima wichtig, das Neues vor und Bewährtes in Frage zu stellen
als Wert anerkennt. Denn jede Routine, die Unternehmen bisher stark gemacht hat,
kann eine Gefahr für den dauerhaften Erfolg sein.
5. Bewerten: Innovationsprozesse sollten soweit als möglich messbar und bewertbar
sein. Unternehmen brauchen dazu feste, transparente Verfahren, die
Fehlentwicklungen schneller aufzeigen und die Umsetzungswahrscheinlichkeit
erhöhen.
6. Schneeballeffekt: Wandel für Innovation benötigt Sichtbarkeit von Erfolgen, um
den Wandlungsprozess zu verstärken und als Standard in Unternehmen zu
verankern, damit eine Innovationskultur entsteht.
Die komplette Studie ist per Download kostenfrei verfügbar unter www.peakom.de
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Peakom ist eine inhabergeführte Beratungsgesellschaft für Kommunikation in
Frankfurt am Main und entwickelt individuelle Lösungen im Change Management
von Unternehmen.
Weitere Informationen: www.peakom.de
Die Innovationsprojekte im F.A.Z.-Institut bieten Wissenstransfer für Fach- und
Führungskräfte rund um die Themen "Innovation-Wachstum-Zukunft“.
In praxisnahen Projekten findet Wissensaustausch und Beratung von Innovatoren
für Innovatoren statt. Durch Veranstaltungen und Aktivitäten in Unternehmen vor Ort
und bei innovativen Partnern erhalten die Teilnehmer Einblicke in erfolgreiche
Strategien, innovative Prozesse und moderne Technologien.
Weitere Informationen: www.innovationsprojekte.de
Peakom GmbH
Dr. Michael Gross
Gärtnerweg 4-8
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69 40 578 444
e-mail: m.gross(at)peakom.com
Peakom GmbH
Dr. Michael Gross
Gärtnerweg 4-8
60322 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69 40 578 444
e-mail: m.gross(at)peakom.com
Datum: 12.11.2008 - 14:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 64567
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christina Ruhe
Stadt:
Frankfurt am Main
Telefon: 069-40578441
Kategorie:
Banken
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 12.11.2008
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