Brandschäden: Elektrizität und menschliches Fehlverhalten sind Hauptursachen

Brandschäden: Elektrizität und menschliches Fehlverhalten sind Hauptursachen

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Ursachenstatistik 2011: Fast 10% der Fälle sind Brandstiftung /Überhitzung weiterhin problematisch



Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung deröffentlichen Versicherer analysiert Jahr fDas Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung deröffentlichen Versicherer analysiert Jahr f

(firmenpresse) - Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) in Kiel wird bei unklaren Fällen von Behörden und Versicherern beauftragt, die Brandursache herauszufinden und wertet jedes Jahr seine Schadendatenbank systematisch aus.

Die daraus entstehende Brandursachenstatistik für das Jahr 2011 aus mehr als 1.000 Schadenfällen gibt interessante Aufschlüsse. Im letzten Jahr blieb die größte Risikoquelle die Elektrizität (35 Prozent) mit technischen Defekten an Elektro-Installationen und -Anlagen. Wenn Heizgeräte wie Öfen, Herde oder Bügeleisen unbeaufsichtigt betrieben werden, mit glühenden Tabakwaren wenig achtsam umgegangen wird oder leicht entzündliche Stoffe nicht mit entsprechender Vorsicht behandelt werden, ist der Brandschaden auf menschliches Fehlverhalten (17 Prozent) zurückzuführen. 22 Prozent waren sonstige oder unbekannte Gründe. Diese Brandursachenstatistik des IFS wird seit 2002 erstellt und ist im 10-Jahres-Vergleich sehr stabil.

Im Sommer sind Blitzschläge und Überspannungen die häufigsten Auslöser für Feuerschäden. Im Winter sind sie häufig auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen - aufgrund der vermehrten Nutzung von Kerzen und Feuerwerkskörpern. Das sind allgemeine Erkenntnisse des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Der Verband weist darüber hinaus in einer Langzeituntersuchung die Überspannung mit 42 Prozent in der Hausratversicherung und 32,6 Prozent in der Wohngebäudeversicherung als Hauptursache aus. Fahrlässiges Verhalten war mit 17 bzw. 11,4 Prozent die dritthäufigste Ursache für einen Brand. Die umfangreicheren Statistiken der Versicherer zu den Schadenursachen basieren allerdings nur auf dem ersten Eindruck - und dieser muss nicht immer richtig sein. "Leider gibt es keine Statistik die sowohl auf fundierter Schadenanalyse beruht als auch repräsentativ für das gesamte Schadengeschehen ist", sagt Dr. Hans-Hermann Drews, Standortleiter Kiel des IFS. Zum Beispiel gebe es viele Brände durch Blitzschlag in den Versicherungsstatistiken - mit 21,4 Prozent in der Hausrat- und 17,4 Prozent in der Wohngebäudeversicherung die zweithäufigste Ursache. Drews: "Beim IFS tauchen diese Schäden aber kaum auf, da sie relativ einfach erkennbar sind und in der Regel keine Ursachenermittlung durchgeführt wird."



Fast jeder zehnte Fall ist Brandstiftung
Immerhin acht Prozent der vom IFS untersuchten Fälle sind willentlich hervorgerufen worden und somit als Brandstiftung enttarnt. Laut einer Studie der GfK Finanzmarktforschung aus 2011 über Unrechtsbewusstsein in der Bevölkerung sehen Versicherte insbesondere bei der Hausrat-, aber auch bei der Wohngebäudeversicherung gute Möglich-keiten, die Versicherer leicht betrügen zu können (43 bzw. 16 Prozent). Folgen und Sanktionen des Betrugs werden dagegen von vielen unterschätzt. Doch: "Gerade bei Brandschäden können Manipulationen recht einfach nachgewiesen werden", so IFS-Experte Drews.

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Ursachenforschung, Beratung sowie Schulungsmaßnahmen zu den Themen Feuer, Technik und Umwelt sind die Kernaufgaben des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer. Die gewonnenen Erkenntnisse aus tausenden von Gutachten werden in der Beratung zu Sanierungen und im Engagement für Schadenverhütungsmaßnahmen weitergegeben und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Das Institut hat inzwischen eine 125 Jahre alte Tradition und ist neben dem Hauptsitz in Kiel auch in Berlin, Hannover, Düsseldorf, Wiesbaden, Stuttgart und München vertreten. Die Wurzeln des Instituts gehen in das Jahr 1884 zurück, als die Schleswig-Holsteinische Brandkasse in Kiel eine damals einzigartige Brandverhütungsabteilung gründete. 1952 entstand hieraus schließlich das Kieler Laboratorium für Brandschutztechnik und Brandermittlung, das sich durch seine Forschungsergebnisse bald über die Region hinaus einen Namen machte. Aus diesem Labor ging 1976 das IFS hervor.



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Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 31.05.2012 - 16:50 Uhr
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