E-Mail-Dienste im Test: Einstige Champions patzen
ID: 650252
COMPUTERBILD testet zehn Anbieter / Teils Schwächen bei der E-Mail-Zustellung und beim Virenschutz / Google Mail vorn, Web.de abgeschlagen
Generell gilt: je mehr Speicher, desto besser, sonst muss man regelmäßig E-Mails löschen und große Dateianhänge auf dem PC speichern. Google, 1&1 und O2 bieten rund 10 Gigabyte (GB), Hotmail und Yahoo sogar unbegrenzten Speicher. Enttäuschend: Bei Web.de Freemail gibt es gerade mal 12 Megabyte (MB), mit Plug-in wenigstens 512 MB. Bei allen Diensten außer Yahoo und Vodafone lassen sich Fotos, Videos und Dokumente online auf einer Internet-Festplatte speichern. Den mit 25 GB größten Gratis-Speicherplatz dafür bietet T-Online, auch fürs Smartphone.
Wichtige E-Mails sollten möglichst rasch im Postfach landen, allerdings beschränken Anbieter wie O2 oder Kabel Deutschland den Zugriff auf neue Mails durch Zwangspausen. Beim Test-Schlusslicht Web.de Freemail mussten die Tester teils mehr als zwei Stunden warten, bis gesendete Nachrichten ankamen. Unverzichtbar ist auch ein effektiver Schutz vor Viren und Spam. Bei eingehenden E-Mails klappte das im COMPUTERBILD-Test bei allen Diensten. Beim Mail-Versand patzten jedoch Kabel Deutschland, T-Online und Vodafone - E-Mails mit virenverseuchten Anhängen wurden nicht geblockt.
Auch bei den Zusatzfunktionen gibt es teils deutliche Unterschiede: Viele Dienste bieten für den mobilen Abruf Apps sowie eine sogenannte Push-Funktion, so landen Mails ähnlich wie SMS automatisch direkt im Handy. Bei einigen Anbietern lassen sich SMS und Faxe versenden, außerdem gibt es Kalender und Adressbücher, die sich mit dem Smartphone abgleichen lassen.
Den Testsieg sicherte sich Google Mail (Testergebnis: 2,15). Das Gratis-Postfach ist sicher, übersichtlich und einfach zu bedienen. Außerdem punktet es mit 1 GB Speicher und dem Zugriff auf alle anderen Google-Dienste. Auch auf dem Smartphone macht Google Mail eine gute Figur. Der Test-Sieger zeigt außerdem, wie unkompliziert sich der E-Mail-Anbieter wechseln lässt. Einfach den Sammeldienst von Google Mail einrichten, dann landen alle E-Mails im Google-Mail-Postfach. Bis zu fünf E-Mail-Konten lassen sich so einbinden. Damit können die einstigen Champions GMX (Testergebnis: 3,88) und Web.de (Testergebnis: 4,23) nicht mithalten: So bietet Web.de zu wenig Speicher, E-Mails trudeln häufig zu spät ein und Dateianhänge dürfen maximal 4 MB groß sein.
Alle Tests von COMPUTERBILD in der Übersicht: www.computerbild.de/tests
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Datum: 31.05.2012 - 17:35 Uhr
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