Handelsstudie: Warenwirtschaftssysteme im Aufwind und Zurückhaltung bei RFID
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„Zustand und Qualität eines Warenwirtschaftssystems determinieren in hohem Maße den Erfolg eines Handelsbetriebes und wirken sich durch systemimmanente Restriktionen nachhaltig auf die Strategie- und Organisationsgestaltung eines Handelsunternehmens aus", so die Autoren Jörg Becker und Axel Winkelmann in ihrem Buch „Warenwirtschaft im 21. Jahrhundert – Bedeutung von IT im Handel".
Weil heute beispielsweise nicht zuletzt aufgrund der enormen Energiepreise viel weniger Lagerhaltung und mithin kleinere Kühlhäuser üblich sind, braucht der schnelle Abverkauf auch ein effizientes Warenwirtschaftssystem. Auf diesen Trend reagiert auch der Technologiehersteller Bizerba http://www.bizerba aus Balingen. „Wir liefern mit der K-class nicht nur eine neue Baureihe von Waagen, sondern bieten technologische und industrieorientierte Expertise für das Frischwarenmanagement", sagt Matthias Harsch, Mitglied der Geschäftsführung bei Bizerba. Das Warenwirtschaftssystem WinCWS übernimmt dabei die Kommunikation zwischen Zentrale und Filiale. „Die Software", so Harsch weiter, „erstellt detaillierte Einkaufs-, Umsatz- und Absatzdaten und genaue Auswertungen bezogen auf die Verkaufszeiträume Stunde, Datum, Woche, Monat, Quartal und Jahr". Diese Verkaufsinformationen böten wertvolle Grundlagen für unternehmerische Entscheidungen rund um Einkauf, Produktion und Verkauf.
Die Euphorie für die Funktechnologie RFID hingegen scheint erst einmal abgeebbt, glaubt man der EHI-Studie. So hätten 67 Prozent der befragten Händler mittelfristig keine RFID-Projekte geplant, nur sechs Prozent nutzen die Technik bereits im Echtbetrieb. Um die allgemeinen Kostensteigerungen gerade in der Logistikbranche zumindest teilweise aufzufangen zu können, müssten „Industrie und Handel in Zusammenarbeit mit den Dienstleistern für eine hohe Produktivität des Transportmittels sorgen", so Peter Haak, Geschäftsführer der Kraftverkehr Nagel GmbH http://www.kv-nagel.de. Das könne auch durch kürze Wartezeiten beim Be- und Entladeprozess erreicht werden.
RFID bietet hier entscheidende Vorteile. „Daten werden mittels Radiowellen übertragen. Dafür werden an einzelnen Verpackungseinheiten so genannte Transponder angebracht. Der darauf gespeicherte Electronic Product Code (EPC) erhält Informationen über das Produkt – etwa die Seriennummer. Ein Lesegerät kann berührungslos die gespeicherten Daten auslesen und in einer Datenbank speichern", so Dieter Conzelmann, Director Industry Solutions bei Bizerba. Ein wesentlicher Zeitvorteil ergebe sich dabei durch die Möglichkeit zur Pulk-Erfassung. „Beim Barcode muss jeder einzelne Karton per Hand gescannt werden", erläutert Conzelmann. Mit RFID hingegen könnten am Wareneingang alle Paletten automatisch erfasst werden.
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