Besuch in der Bundesstadt Bonn
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Besuch in der Bundesstadt Bonn
Bonn ist neben Berlin einer der wichtigsten Standorte der Bundeskulturpolitik. Nach dem Umzug in die neue Hauptstadt Berlin hat sich Bonn zu einer Bundesstadt der Kultur entwickelt.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultur und Medien konnten sich einen guten Eindruck von der kulturellen Vielfalt, aber auch der kulturpolitischen Bedeutung der Bundesstadt Bonn verschaffen.
Die Stiftung Haus der Geschichte und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland tragen dazu ebenso wie die im Haus der Kultur ansaessigen kulturpolitischen Verbaende und Institutionen wesentlich bei. Im Gespraech mit Vertretern der einzelnen Einrichtungen wurden viele wichtige und aktuelle kulturpolitische Fragen besprochen.
Das Haus der Geschichte ist zusammen mit dem Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig das zentrale Museum fuer die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Beim Ausstellungsrundgang und im Gespraech mit dem Praesidenten Prof. Dr. Hans Walter Huetter wurde deutlich, dass sich der Blick auf verschiedene historische Ereignisse mit wachsendem zeitlichen Abstand veraendert. Die daher regelmaessig notwendigen Anpassungen der Ausstellung lassen sich mit modernen Erkenntnissen der Wissensvermittlung und Museumspaedagogik verknuepfen.
Beim Besuch in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) und im Gespraech mit dem neuen Kaufmaennischen Geschaeftsfuehrer Dr. Bernhard Spies wurde deutlich, dass sich die KAH nach den im Jahr 2008 aufgetretenen Problemen nun auf einem guten Weg befindet. Neben international hoch anerkannten Ausstellungen wird die KAH auch in Zukunft eine wichtige Rolle fuer die Kultur in der Bundesstadt spielen. Die frueher hochdefizitaeren Freiluftveranstaltungen auf dem Museumsplatz erbrachten im vergangenen Jahr durch Vermietung Einnahmen, die nun der KAH zugute kommen.
Die Besuche dieser beiden Bundeseinrichtungen machten noch eines deutlich: bei Bauten des Bundes sollte man zukuenftig staerker als bisher auf energiefreundliche, vor allem aber auch behindertengerechte Bauweise achten. Auch das hat mit Zugang zu Kultur und kultureller Teilhabe zu tun.
Den Abgeordneten kam es im Gespraech mit Vertretern der im Haus der Kultur ansaessigen Verbaende und Institutionen darauf an, aktuelle kulturpolitische Fragestellungen mit den Experten und den davon Betroffenen zu diskutieren. Dabei zeigte sich, dass insbesondere im Bereich der Haushaltsordnung des Bundes, des Steuer- und Urheberrechts, aber auch der sozialen Lage Kulturschaffender kulturpolitischer Handlungsbedarf besteht.
Zudem war man sich darin einig, dass dem Bereich der interkulturellen Projekte im Rahmen des Fonds Soziokultur auch finanziell mehr Bedeutung einzuraeumen sei.
Das Haus der Kultur ist nicht nur ein zentraler Punkt im bundeskulturpolitischen Netzwerk, sondern mit fast 160 Arbeitsplaetzen und einem Umsatz von rund 87 Millionen Euro im Jahr gleichzeitig ein wachsender Arbeitgeber. Die 24 im Haus der Kultur angesiedelten Verbaende und Institutionen repraesentieren ueber 48.000 Einzelpersonen und 600 Verbaende.
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Datum: 18.03.2009 - 17:03 Uhr
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