Universal Design Extrem
Behindertenhilfe wird zum Co-Entwickler für neue, behindertengerechte Produkte

(firmenpresse) - „Wir wollen eine Umwelt und Gesellschaft die nicht behindert – Produkte und Funktionen
prägen unsere Umwelt.“ Sylke Hölscher,
Geschäftsführerin Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH
Erstmals hat mit der Behindertenhilfe gGmbH des Evangelischen Johannesstifts, eine
Zielgruppe für alltagstaugliche Produkte, einen Produktinnovationsprozess gestartet.
Behinderte Menschen werden zu Co-Entwicklern von Produkten die den Alltag
erleichtern.
Zur Seite steht ihnen ein Team von zehn Studenten der Hochschule für Gestaltung
Schwäbisch Gmünd. In Teamarbeit werden Konzepte entwickelt und als Prototypen
umgesetzt.
Die Idee
Zahnpasta auf die Zahnbürste auftragen ist für die meisten Menschen eine Kleinigkeit.
Wer dies mit einem gebrochenen Arm probiert hat weiß, wie es sich anfühlt. Kleine
Handgriffe werden plötzlich zu einer anspruchsvollen Aufgabe. Was die Mehrheit täglich
nebenbei erledigt, erfordert große Anstrengung für Menschenmit körperlichen
Einschränkungen. Sie sind oftmals abhängig von umfangreichen Hilfestellungen. Dieses
Projekt soll in eine andere Richtung gehen:
Die Selbständigkeit von Menschen mit Behinderung durch funktionale Produkte fördern.
Das Ziel
Durch das Projekt werden Produkte entwickelt, die Menschen mit körperlichen
Einschränkungen einen Weg zu mehr Selbständigkeit eröffnen und der demografischen
Entwicklung vorgreifen. Körperliche Einschränkungen werden mit der steigenden Anzahl
von Spät-Behinderungen (z.B. durch Schlaganfall) zunehmen. Die Behindertenhilfe sieht
körperliche Einschränkung nicht nur als ein Problem des Einzelnen, sondern auch als
gesamtgesellschaftliches Problem. Das Projekt möchte einerseits die Gesellschaft für diese
Thematik sensibilisieren. Andererseits das Interesse von Unternehmen für die
wirtschaftlichen Möglichkeiten der Produktentwicklung für Menschen mit
Behinderungen wecken.
Es werden zehn Studenten des Fachbereiches Produktgestaltung, der
internationalrenommierten Hochschule Schwäbisch Gmünd, zu zweit einen behinderten
Menschenüber fünf Tage begleiten. „Nur wer den Menschen in seiner täglichen
Lebenswelt erfährt,beobachtet, analysiert und damit konfrontiert, kann Produkte mit
Zukunft für vieleentwickeln”, so Prof. Dr. Held. Gemeinsam erarbeiten sie Produktkonzepte
oderVerbesserungsmöglichkeiten in Funktion und Design. Durch die direkten Erlebnisse
vor Ort wird das Einfühlungsvermögen gestärkt und ein Denkanstoß für die speziellen
Anforderungen behinderter Menschen gegeben.
Ziel ist es, innovative Konzepte und Prototypen zu entwickeln.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH
Die Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH ist ein gemeinnütziges
Unternehmen des Evangelischen Johannesstifts, eine der traditionsreichsten Stiftungen in
Berlin und den neuen Bundesländern. Mit Ihren Angeboten zum Leben, Wohnen,
Arbeiten und ca. 400 Mitarbeitern unterstützt die Behindertenhilfe gGmbH in Berlin und
Brandenburg Menschen mit körperlichen, geistigen und /oder Mehrfachbehinderungen.
Hochschule Schwäbisch Gmünd
Die HfG Schwäbisch Gmünd zählt zu den zehn renomiertesten Hochschulen in Europa für
Produktdesign. Prof. Dr. Jürgen Held, Professor für Produktgestaltung mit Schwerpunkt
Ergonomie leitet den Prozess.
Evangelisches Johannesstift Behindertenhilfe gGmbH Berlin
Ansprechpartner: Sharron Sawyer
Email: sharron.sawyer(at)evangelisches-johannesstift.de
Telefon: 030 · 336 09 -276
www.evangelisches-johannesstift.de
Pressekontakt:
Lindgrün GmbH - Verena Schulemann
Telefon: 0177 600 00 28
Email: v.schulemann(at)lindgruen-gmbh.com
Datum: 25.03.2009 - 12:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 79934
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christine Kaeding
Stadt:
Berlin
Telefon: 030 399 03 400
Kategorie:
Vermischtes
Meldungsart: Kooperation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 25.03.2009
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