Studie: Intelligente Vernetzung von Soft- und Hardware soll stationäre Altenpflege verbessern
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(firmenpresse) - Sprachtechnologie automatisiert Prozesse und entlastet das Pflegepersonal
Nürnberg, 26. März 2009 – Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes werden 2050 genauso viele Personen über 60 Jahre alt wie neugeboren sein. Die Altersgruppe der über 60-Jährigen wächst demnach um fast 40 Prozent an. Besonders der Anteil der über 75-Jährigen werde wachsen. Entsprechend steigt der Bedarf an pflegerischen Betreuungs- und Unterstützungsleistungen – vor allen bei der stationären Altenpflege. Der Einsatz innovativer Technik gilt daher als eines der Kernelemente, um den sich im Gesundheitswesen verändernden Bedingungen entgegen zu treten und eine qualitativ gute und kostengünstige Versorgung älterer Menschen zu gewährleisten. Aus diesem Grund initiierte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend http://www.bmfsfj.de die Modellreihe „Das intelligente Heim – Ablaufoptimierung, kurze Wege, Entbürokratisierung“. Auf der Nürnberger Fachmesse Altenpflege + ProPflege http://www.altenpflege-propflege.de wurde jetzt der Abschlussbericht mit dem Schwerpunkt „Pflegedokumentation“ vorgestellt. Er beinhaltet den Einsatz innovativer Technologie in dem Pflegeheim „Im Münchfeld“ des Arbeiter Samariter Bundes (ASB) in Mainz. Über eine intelligente Vernetzung von Hard- und Software sollen die Pflegeprozesse optimiert werden. Das umfasst die Software OPAS Sozial und moderne Spracherkennungstechnologien. Die technische Basis der in diesem Pilotprojekt entwickelten Lösung, die mittels Telefon und Sprache eine strukturierte und zugleich individuelle Dokumentation der Pflege ermöglicht, bildet eine modulare, integrierte Informations- und Telekommunikations-Plattform von Aastra-DeTeWe. Sie umfasst einen Kommunikations-Server sowie die neuesten Versionen der Kommunikationslösungen für stationäre Pflege und Betreutes Wohnen: Aastra Voice Portal für die Spracherkennung und die OPAS Sozial Software-Lösung für die stationäre Pflege.
„Die Dokumentation mittels Spracherkennung erfolgt häufig im Bewohnerzimmer oder nahe dem Bewohnerzimmer direkt im Anschluss an die Pflegeleistung. Mithilfe der Spracherkennung wird deutlich mehr direkt und zeitnah im Anschluss an die Pflegeleistung dokumentiert. Der Anteil der Personen, die direkt im Anschluss an Maßnahmen dokumentieren, ist von 46 auf 70 Prozent gestiegen. Unter Berücksichtigung des deutlich gestiegenen Dokumentationsvolumens hat die eigentliche Dokumentationszeit abgenommen“, so der Abschlussbericht. So geben über 73 Prozent der beteiligten Mitarbeiter an, bei der Dokumentation mit Spracherkennung deutlich Zeit zu sparen. 93 Prozent gaben zu Protokoll, dass die Dokumentationsanwendung mit Spracherkennung leicht bedienbar sei. 90 Prozent der Pflegekräfte wollen mit dem Prototyp oder einem ähnlichen System weiterarbeiten. 85 Prozent der Umfrageteilnehmer würden die Dokumentation mittels Spracherkennung anderen Dokumentationsmethoden vorziehen. „70 Prozent der Pflegekräfte geben an, dass das Dokumentationsvolumen und die Dokumentationsqualität im Rahmen der Dokumentationsarbeit mit der Spracherkennung deutlich gestiegen sind. Dies wird auch durch die entsprechenden Leiter der Heimträger bestätigt“, lautet Fazit der Studienautoren.
Mit der Software-Lösung OPAS Mobil 3 Touch will Aastra-DeTeWe die Datenerfassung in der Pflegedokumentation weiter verbessern. Kernstück ist ein Ampelsystem für die Risikoüberwachung. Rot steht für Gefahr, gelb für potenzielle Gefahr, grün für keine Gefahr. Pflegeeinrichtungen können nach Firmenangaben beliebig viele Indikatoren zur Überwachung festlegen. Bei Heimen mit beispielsweise hundert Bewohnern überprüfe das Modul automatisch mehrere tausend mögliche Risiken am Tag und erkennt zuverlässig Gefahrenpotenziale wie etwa Dekubitus oder Ernährungsdefizite. Das System warnt die Pflegenden automatisch vor möglichen Gefahren, so dass sie rechtzeitig reagieren können. „In der Altenpflege ist auf der einen Seite eine optimale Risikoanalyse erforderlich, damit man kein Gefahrenpotenzial übersieht. Auf der anderen Seite muss der Pflegeverlaufsprozess übersichtlich und handlungsleitend dargestellt werden. Präzise Pflegedokumentation ist also nicht nur eine gesetzliche Verpflichtung, sondern auch aus pflegefachlicher Perspektive unbedingt erforderlich. Sie ist obendrein relevant für die Leistungsabrechnung und folglich für die Wirtschaftlichkeit von Pflegeheimen“, erklärte Thomas Althammer, bei Aastra verantwortlich für HealthCare Solutions, in Nürnberg. In der Praxis stünden diesen Anforderungen aber häufig lückenhafte und Über- und Unter-Dokumentationen entgegen. Das neue Modul Qualitätscontrolling vereinfache die Pflegeprozessplanung
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Datum: 03.04.2009 - 09:47 Uhr
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