Finanzkrise fördert Nachhaltigkeit
ID: 82765
Deutsche Unternehmen wollen Entscheidungen zukünftig besser absichern
Den Unternehmen geht es in erster Linie darum, durch aktuelle Daten einen Wettbewerbsvorteil zu generieren und Entscheidungen möglichst nachhaltig zu gestalten und abzusichern. Für die Untersuchung „B2B-Marktforschung in Deutschland“ wurden Marktforschungs- und Marketingentscheider mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland befragt. Die Studie gibt zum ersten Mal einen systematischen Einblick in den Status der B2B-Marktforschung in Deutschland und leitet praktische Handlungsempfehlungen für die Implementierung betrieblicher Marktforschung ab.
Der Marktforschungsbedarf im B2B-Sektor steigt kontinuierlich
Regelmäßige, aktuelle Informationen spielen für die Entscheidungsfindung in deutschen Unternehmen eine Schlüsselrolle. Dabei weisen die Befragten Daten aus Exklusivstudien, also Befragungen im Auftrag des eigenen Unternehmens, die höchste Relevanz in Bezug auf den Erfolg der täglichen Arbeit zu. Mit deutlichem Abstand folgen auf den weiteren Plätzen Berichte von Branchenverbänden sowie Informationen aus Fachmagazinen und -zeitungen. Der Bedarf an aktuellen Marktforschungsdaten wird, so die Einschätzung von 73,1 Prozent der befragten Marketing- und Marktforschungsentscheider, in den kommenden Jahren deutlich steigen.
Marke als wichtigste Wettbewerbsdifferenzierung
Das wichtigste Differenzierungsmerkmal im Wettbewerb ist für 40,4 Prozent der Unternehmen das eigene Außenbild und die eigene Marke. Das Vertriebskonzept nennt immerhin jeder Fünfte als Alleinstellungsmerkmal. Der Preis spielt dagegen nach Ansicht der Befragungsteilnehmer eine eher untergeordnete Rolle. Marktforschungs- und Marketingentscheider verfolgen dabei sehr unterschiedliche Marktstrategien: Während die einen vor allem auf den Markenwert als Erfolgsgarant setzen, behalten andere stärker das Vertriebskonzept und den Marktpreis im Auge.
Durchschnittlich fließen rund sechs Prozent der Gesamterlöse aller Unternehmen wieder ins eigene Marketing. Die Bandbreite liegt bei etwa einem Prozent im B2B-Segment bis hin zu zehn Prozent im B2C-Segment. Im B2B-Bereich liegt der Durchschnitt mit 3,6 Prozent deutlich niedriger als im B2C (6,8 Prozent), wobei Dienstleister die größten Marketingbudgets ausgeben. Produktionsunternehmen und Firmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten treten dagegen eher sparsam auf.
Die Mehrzahl verzichtet bislang noch auf Marketing im Web 2.0
In punkto Marketing setzen die Unternehmen auf bewährte Klassiker: Print-Anzeigen belegen vor Pressemitteilungen und Messepräsenzen den ersten Platz. Erst auf den hinteren Plätzen folgt der persönliche Kontakt zu potenziellen Kunden. Für viele Entscheider sind neue Formen des Marketings, wie das „Social Media Marketing“ oder „Web 2.0“ noch relativ unbekannt. Mit den vorgegebenen Begriffen wie Videocasts, Blogs oder Podcasts konnten nur wenige Befragte etwas anfangen. Und auch für die nahe Zukunft planen nur wenige Marketingentscheider eigene Maßnahmen in diesem Bereich. Bezüglich der zukünftigen Potenziale dieser Marketingkanäle geben sich die Unternehmen dementsprechend zurückhaltend.
Zur Studie „B2B-Marktforschung in Deutschland“
Für die Befragung wurden explorative Interviews auf Basis eines teilstandardisierten Fragebogens mit 52 Marktforschungs- und Marketingentscheidern mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland geführt. Die Studie gibt zum ersten Mal einen systematischen Einblick in den Status der B2B-Marktforschung und leitet praktische Handlungsempfehlungen für die Implemetierung betrieblicher Marktforschung ab. Das Befragungsdesign orientiert sich an dem neu entwickelten Modell des „Research Management“, das Unternehmen hilft, durch Marktforschung maximale Mehrwerte zu generieren.
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Datum: 07.04.2009 - 16:12 Uhr
Sprache: Deutsch
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Unternehmensführung
Meldungsart: Produktinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 07.04.2009
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