Zirka 1500 Asbesttote jährlich in Deutschland
ID: 847395
Zirka 1500 Asbesttote jährlich in Deutschland
ZDF-Umweltreihe "planet e." deckt skandalöse Versäumnisse auf
Auch 20 Jahre nach dem Verbot von Asbest in Deutschland sterben jährlich noch immer zirka 1500 Menschen bei uns an den Spätfolgen ihrer Arbeit mit Asbest. Nach Schätzungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gibt es bundesweit rund 190 000 Asbesterkrankte. Die Tendenz ist sogar steigend. Das berichtet die ZDF-Umweltdokumentationsreihe "planet e." am Sonntag, 7. April, 13.30 Uhr, in dem Film "Asbest - Fluch der Todesfasern" von Claus Schenk.
Trotz des Verbots wird Asbest vielfach nachgewiesen. Meist unerkannt steckt es zum Beispiel in alten Bodenbelägen, Fliesenklebern oder Fugenmassen. Öffentliche und private Gebäude sind gleichermaßen betroffen. Maschinen, Transformatoren oder bestimmte Materialien in Zügen können ebenfalls asbestverseucht sein. Auch Leitungen der öffentlichen und privaten Wasserversorgung können Asbest enthalten. Von einer durchgreifenden Asbestsanierung kann nicht die Rede sein.
Mediziner rechnen deshalb in den kommenden Jahren mit einer Zunahme der Erkrankungen, bedingt durch die lange Latenzzeit von rund 30 Jahren und durch neue Fälle. Asbestose, asbestbedingter Lungen- und Kehlkopfkrebs sowie der gefürchtete Rippenfelltumor (Mesotheliom) sind die Hauptfolgen der Arbeit mit Asbest. Doch nur ein Bruchteil aller Asbestopfer wird als Berufskranke anerkannt. Den jahrelangen Kampf durch die Instanzen deutscher Sozialgerichte überleben die Schwerkranken meist nicht. Der emeritierte Arbeitsmediziner Professor Hans Joachim Woitowitz erklärt gegenüber "planet e.": "Es geht darum beweisen zu müssen, was vor 30, 40 Jahren am Arbeitsplatz auf den Todkranken eingewirkt hat. Welche Menge, welche Art, welche Dauer. Das kann er oft nicht."
Inzwischen rollt eine zweite Gebäudesanierungswelle. Häufig wurde in der Vergangenheit nicht fachgerecht gearbeitet. Außerdem sind viele Bauten aus den 60er und 70er Jahren jetzt am Sanierungspunkt angekommen. Allein in Berlin gelten mindestens 53 000 Wohnungen kommunaler Baugesellschaften als asbestbelastet. Dazu kommt eine unbekannte Anzahl privater Haushalte. Sanierungsexperten gehen davon aus, dass jedes Gebäude vor Baujahr 1990 unter Asbestverdacht steht. Besonders heikel ist es, wenn Schulen, Kindergärten oder Krankenhäuser betroffen sind. Da kaum eine Kommune die milliardenschweren Sanierungen bezahlen kann, findet sich offiziell häufig die Verlautbarung, dass alles "sicher und ungefährlich" sei.
Das Europäische Parlament hat am 14. März 2013 in einer Resolution die EU-Kommission dringend aufgefordert, verbindliche Standards für eine sichere Asbestsanierung zu entwickeln, die gültig für alle Mitgliedsländer ist. Zudem drängt das Parlament die EU dafür zu sorgen, dass alle asbestbedingten Krankheiten als Berufskrankheiten anerkannt werden.
http://twitter.com/ZDF
Fotos sind erhältlich über die ZDF-Pressestelle, Telefon: 06131 - 70-16100, und über http://bilderdienst.zdf.de/presse/planete
Internet: pressetreff.zdf.de
e-mail: presse@zdf.de
Fon: +49 6131 / 70-12120/1
PresseKontakt / Agentur:
Internet: pressetreff.zdf.de
e-mail: presse(at)zdf.de
Fon: +49 6131 / 70-12120/1
Datum: 05.04.2013 - 11:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 847395
Anzahl Zeichen: 3497
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 595 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zirka 1500 Asbesttote jährlich in Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
ZDF (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Gleich zum Auftakt traf die Fußball-WM im XXL-Format auf großes Publikumsinteresse: Mehr als zehn Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer sahen am Donnerstagabend, 11. Juni 2026, im ZDF das WM-Eröffnungsspiel Mexiko – Südafrika, bei einem Marktanteil von 46,5 Prozent. Zuvor hatten ab 19.25 Uhr
"Meine ziemlich bunte Familie" – Neue "37°"-Reportage im ZDF ...
Familie ist heute mehr als Vater, Mutter, Kind. Die "37°"-Reportage "Meine ziemlich bunte Familie", die am 16. Juni 2026, ab 5.00 Uhr, im ZDF-Streaming-Portal abrufbar und um 22.15 Uhr im ZDF zu sehen ist, erzählt davon, wie vielfältig Familie heute gelebt wird – mit großen
ZDF-Programmhinweis / Sonntag, 14. Juni 2026, 12.00 Uhr / ZDF-Fernsehgarten ...
Bitte beachten Sie den aktualisierten Programmtext: Sonntag, 14. Juni 2026, 12.00 Uhr ZDF-Fernsehgarten Andrea Kiewel präsentiert Musik und Gäste live aus dem Sendezentrum Mainz Fußball-Party im "Fernsehgarten"! Am Tag des ersten Deutschlandspiels feiert Kiwi mit prominenten Gästen
Weitere Mitteilungen von ZDF
Geneo-Konzept: Investitionen in Studentenwohnheime - Kommentar zur FAZ ...
(Reilingen) Günther Girolami, Entwickler des innovativen Investment-Modells "GENEO-KONZEPT", kommentiert den kürzlich durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichen Artikel "Rentable Investitionen in Studentenbuden" als zu vereinfacht. "Auf den ersten Blick kön
* Verkehrssicherungspflicht * Teich & Pool müssen Kindersicher gemacht werden ...
Wenn ja, dann gehen Sie kein Sicherheitsrisiko ein und investieren Sie ein wenig in die Absicherung der Spaß- aber auch Gefahrenquelle! Wenn ein Unfall passiert, muss der Verursacher dafür gerade stehen. Das gilt auch für Teich- und Poolbesitzer. Fällt eine Person ins nicht gesicherte Wasser
Trikustik®-Akustikplatten und der Lärm ist Schall von gestern ...
Die im österreichischen Rappottenstein ansässige Franz Rametsteiner GesmbH ist Know-how-Träger und innovativer Lösungsanbieter, wenn es um die Gestaltung des akustischen Designs eines jeden Raumes geht. So blickt die Firma auf verschiedenste Projekte im In- und Ausland zurück, zu nennen sei das
Kamineinsätze und Kaminbausätze aus erster Hand ...
Jene angehenden Hausbesitzer, die aktuell auf der Suche nach einem kompetenten und erfahrenen Unternehmen aus der Branche der Kaminbauer sind, werden mit Sicherheit bei der Mandl & Bauer GmbH aus Oberösterreich fündig werden. Das Unternehmen, welches erst kürzlich ein neues Firmengebäude in




