Business Process Management: FH-Köln-Studie verdeutlicht enorme Optimierungspotenziale
Wie systematisch setzen Unternehmen der Automobilindustrie auf kontinuierliche Verbesserung? Existieren Reifegradmodelle für Prozesse oder für das Gesamtunternehmen? Wird Business Process Management tatsächlich gelebt? Eine aktuelle Studie der Fachhochschule Köln und der Leverkusener Unternehmensberatung ICP ergab ein überraschendes Ergebnis: Die kleinen Unternehmen handeln konsequenter als die großen!
Kleine Unternehmen konsequenter als die großen
„Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Mittelständler stärker auf Business Process Management (BPM) setzen als Konzerne“, berichtet Prof. Dr. Reinhard Mayr, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Produktion (IFP) sowie Leiter der BPM-Studie. Laut Mayr werden die Unterschiede zwischen den Unternehmen insbesondere im Produktionsbereich deutlich: Während dort nur 77 Prozent der befragten Konzerne auf BPM setzen, sind es 92 Prozent der mittelgroßen Unternehmen. Auch in den Bereichen Beschaffung, Vertrieb und Innovation schneiden die Konzerne schlechter ab als die Mittelständler, die hier nach eigenen Angaben zu 100% schlanke Prozesse verfolgen, indem sie BPM-Verfahren wie zum Beispiel Flusspläne, ereignisorientierte Prozessketten (EPK´s) verwenden.
BPM-Pozentiale werden noch zu wenig ausgeschöpft
„Die Mittelständler erhoffen sich vom BPM das Eliminieren unnötiger Prozessfolgen, Qualitätsverbesserungen sowie eine transparente Darstellung von Prozessen, seltener unmittelbare Kostensenkungen“, erklärt Professor Mayr. Bei den Konzernen hingegen dominiert bei 60 Prozent der befragten Unternehmen die Kostensenkung als Grund, BPM zu nutzen, fand der Direktor des FH-Köln-Instituts heraus.
Seines Erachtens verdeutlicht dieses Ergebnis, dass viele Unternehmen noch nicht richtig einschätzen, wie man BPM effektiv anwendet und welches Potenzial damit verbunden ist – obwohl man bereits Geld investiert und zum Beispiel Ingenieure die eigenen Prozesse erfassen und beschreiben lässt. So zeigte sich, dass nur etwa die Hälfte der befragten Unternehmen Prozessteams und einen Prozessverantwortlichen definiert, die beschriebenen Prozesse schult, diese mit Kennzahlen belegt, ihre Performance misst und anschließend verbessert.
Aufbruch in eine normierte Prozesswelt
„Die Studie zeigt, dass etliche Unternehmen noch lernen müssen, wie man einen Prozess zum Leben erweckt und eine Evolution in Gang setzt, die es nach und nach immer besser, billiger und effizienter werden lässt“, konstatiert Studienleiter Reinhard Mayr. Um das Potenzial, das seines Erachtens eindeutig mit BPM verbunden ist, vollständig und nachhaltig zu entfalten, bedarf es laut Mayr eines konsequenteren Aufbruchs in eine normierte Prozesswelt. „Wer jetzt damit beginnt, die Performance von End-to-End-Geschäftsprozessen – mit abteilungsübergreifenden Funktionen, Partnern, Lieferanten und Service Providern – zu optimieren, meistert besser komplexe Businessbeziehungen und damit die aktuellen Geschäftsherausforderungen“ so Professor Mayrs Resümee.
Die vollständige BPM-Studie ist nach Anmeldung unter
http://www.icp-beratung.de/studie.html als PDF downloadbar.
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Datum: 13.05.2009 - 11:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 89356
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Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Prof. Dr. Reinhard Mayr
Stadt:
Köln
Telefon: Tel 0221-8275-2558
Kategorie:
Auto & Verkehr
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 13.05.2009
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