Hasankeyf nicht zerstören, sondern zum Weltkulturerbe ernennen
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Hasankeyf nicht zerstören, sondern zum Weltkulturerbe ernennen
"Es ist höchste Zeit für die Bundesregierung, endgütig die Reißleine zu ziehen und aus dem Ilisu-Staudamm-Projekt auszusteigen. Bundeskanzlerin Merkel muss sich für die Ernennung von Hasankeyf zum Weltkulturerbe der UNESCO einsetzen und nicht für die Zerstörung der Stadt. Sie macht sich sonst mitschuldig an der Vernichtung einer einmaligen Kultur- und Naturlandschaft sowie an einer ökologischen, menschenrechtlichen und sozialen Katastrophe in der Region.
Die Türkei hat alle Warnungen der Geldgeber und auch der Kritiker ignoriert. Sie hat internationale Umwelt- und Sozialstandards nicht eingehalten, Auflagen zu Umwelt-, Kultur- und Menschenrechtsschutz nicht erfüllt sowie trotz Baustopps weiter gebaut und mit Umsiedlungen begonnen.
Die Bundesregierung darf sich darüber nicht länger ahnungs- und tatenlos geben. Nachdem sie nun bereits die zweite Stufe der Ausstiegsklausel aktiviert hat, ohne dass nennenswerte Fortschritte bei der Erfüllung der Auflagen von Seiten der Türkei zu erkennen wären, muss die Bundesregierung nun die Konsequenzen ziehen und den Ausstieg aus dem Projekt verkünden.
Am Donnerstag kommen in Berlin Kritiker und Gegner des Ilisu-Staudamms zusammen, um über das Projekt und seine Folgen zu diskutieren sowie auf die prekäre Lage vor Ort aufmerksam zu machen. Neben Vertretern aus der Region wird auch der Popstar Tarkan am Gipfel teilnehmen.
Tarkan ist Erstunterzeichner einer Petition zur Ernennung der antiken Stadt Hasankeyf zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Region um die 10 000 Jahre alte Stadt besitzt 200 bekannte archäologische Fundstätten und gehört einer Studie zufolge zu den wertvollsten Kultur- und Naturlandschaften der Welt.
Gemeinsam mit den Unterzeichnern der Petition appellieren wir an Angela Merkel, dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten und aus dem Projekt Ilisu-Staudamm auszusteigen."
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Datum: 28.05.2009 - 11:32 Uhr
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