Hilft Glaube gegen Burnout?
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Eine christliche Grundhaltung kann sowohl vor Burnout schützen als auch in diesen hineinführen. Dies stellt der evangelische Theologe Klaus-Dieter Straßburg in einem neuen Beitrag auf seiner Website fest. Straßburg zufolge kommt es darauf an, wie der Mensch das eigene Handeln bewertet: Ist es der einzige Maßstab für den Sinn und das Gelingen des Lebens, dann droht Überforderung und schließlich Burnout. Ist sich der Mensch aber der Begrenztheit des eigenen Handelns und der Bedeutung des göttlichen Wirkens bewußt, dann entlastet ihn dies davon, durch eigene Taten seinem Leben Sinn und Erfüllung zu verschaffen.
Jetzt war er am Ende. „Nichts geht mehr." Die Batterie war leer, das Feuer erloschen. Rolf P. ist ein Opfer der Einstellung geworden, die unsere Gesellschaft durch und durch prägt: daß ein Mensch nach dem Erfolg seiner Taten bewertet wird. In Schule und Arbeitsleben, aber oft auch im privaten Miteinander werden wir danach beurteilt, was wir geleistet haben. Ein Mensch genießt so viel Ansehen, wie er den Anforderungen gerecht wird, die andere oder er selbst an ihn stellen. Gerade der, der leidenschaftlich für eine Sache lebt und sich engagiert, steht in Gefahr, sich dauerhaft zu überfordern. Rolf P. lebte für die Firma und seine Familie. Aber auch wer christlich engagiert ist, sieht sich den Forderungen seiner Mitmenschen ausgesetzt und verlangt mitunter zu viel von sich selbst. „Ein Christ muß Gutes tun", denkt man - und fordert sich permanent bis über die eigenen Kräfte. Am Ende steht dann der Burnout. Wie ist dem zu entkommen? Gibt es einen wirksamen Schutz vor dem Ausbrennen?
Klaus-Dieter Straßburg sieht ein Mittel gegen Burnout in dem christlichen Bewußtsein, daß der Mensch nicht aus eigener Kraft über Sinn und Unsinn seines Lebens entscheidet, sondern daß Gottes Kraft, die im Menschen wirksam ist, seinem Leben Erfüllung schenkt. Wo Gott ausgeblendet ist, muß der Mensch sich durch eigene Aktivität sein Lebensglück schaffen. Dies produziert immer neue Anforderungen an das eigene Verhalten. Wo hingegen der Glaube an den dreieinigen Gott das Bewußtsein eines Menschen prägt, weiß dieser nicht nur um ein göttliches Gegenüber, sondern auch um die göttliche Kraft, die in ihm wirkt und ihn zu sinnvollem Handeln bewegt.
Inge L. hatte den Burnout erlebt. Unermüdlich nicht nur in der Familie gefordert, sondern auch in der Kirchengemeinde engagiert, waren ihre Kräfte schließlich versiegt. Es folgten Jahre der Therapie. Langsam mußte Inge L. lernen, Nein zu sagen. Sie lernte, ihr Lebensglück und das der anderen in Gottes Hände zu legen. Sie nahm Abstand davon, sich ihren Lebenssinn selbst zu schaffen. Langsam gewann sie wieder Freude an der Arbeit. Sie arbeitete weniger als zuvor, aber sie hatte das Gefühl, daß mehr dabei herauskam. Denn sie war entspannter, freudiger dabei und konnte deshalb auch mehr Freude vermitteln. Sie strahlte etwas aus von der Freiheit eines Christen.
Lesen Sie den Artikel „Du bist, was du tust - oder nicht?" auf der unten angezeigten Website.
Dort finden Sie auch Beiträge zu den Themen „Was ist Liebe?", „Gott - das höchste Wesen?" sowie zum jüdisch-christlichen Dialog.
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Datum: 30.05.2009 - 18:19 Uhr
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