Standardisierung beschleunigt die Entwicklung
Die Anzahl der elektrischen und elektronischen Komponenten im Fahrzeug hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht. Die Elektronik im Automobil hat mittlerweile einen Wertschöpfungsanteil von 20 Prozent erreicht. Einschließlich IT wird dieser Anteil bis 2015 auf 35 Prozent klettern. Systemanbieter, wie Delphi, müssen daher immer mehr Technologien und Modul- und Komponentenhersteller in die Entwicklungsarbeit für ein Bordnetz integrieren. Das erfordert erhöhten Einsatz von Design- und Entwicklungswerkzeugen sowie –prozessen, um zu vermeiden, dass die Produktionszeit wie auch die Kosten beispielsweise durch zeitraubenden manuellen Datenabgleich zunehmen.
Deutsche Bemühungen setzen internationale Standards
Die Anzahl der elektrischen und elektronischen Komponenten im Fahrzeug hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht. Die Elektronik im Automobil hat mittlerweile einen Wertschöpfungsanteil von 20 Prozent erreicht. Einschließlich IT wird dieser Anteil bis 2015 auf 35 Prozent klettern. Systemanbieter, wie Delphi, müssen daher immer mehr Technologien und Modul- und Komponentenhersteller in die Entwicklungsarbeit für ein Bordnetz integrieren. Das erfordert erhöhten Einsatz von Design- und Entwicklungswerkzeugen sowie –prozessen, um zu vermeiden, dass die Produktionszeit wie auch die Kosten beispielsweise durch zeitraubenden manuellen Datenabgleich zunehmen.
Delphi und andere Industrieunternehmen arbeiten deshalb mit ProSTEP iViP ein IT basierenden Ingenieurverband, unter dem Dach des VDA zusammen um eine Standardisierung in der Kabelbaumentwicklung zu erreichen. Ziel ist es mit führenden Herstellern und Zulieferern den aktuellen Stand der Standardisierung sowie Strategien und verfügbare Produkte in Übereinstimmung zu bringen.
Ein Ergebnis dieser Bemühungen ist die „Kabelbaumliste“. Sie beschreibt die Spezifikation eines offenen und standardisierten Datenaustausches zwischen Zulieferern und Herstellern im Bereich der Kabelsatzentwicklung. Diese Liste etablierte sich über die Grenzen Deutschlands hinaus als internationaler Standard.
KBL- lesbar für jeden Browser
Die KBL wurde entwickelt als eine Standardliste, um die unzähligen Datenschnittstellen, die während des Entwicklungs- und Produktionsprozesses auftreten in Übereinstimmung zu bringen. Die KBL ist ein Standardverfahren für den Datenaustausch zwischen den Autoherstellern und Zulieferern in der Kabelsatzentwicklung. Das Verfahren ist immer dann von unschätzbarem wert, wenn Daten von Kabelsätzen teilweise oder komplett zwischen Partnern ausgetauscht werden.
Die Sprache der Beschreibung kann von jedem Browser universell gelesen werden. Ein spezielles Tool wird lediglich für den automatischen Einlesevorgang von bereits existierenden Anwendungen benötigt. 2002 wurde die erste Version V1.5 der KBL veröffentlicht und wurde seitdem dauerhaft aktualisiert, modifiziert und zu einem fundierten Standard in der Automobilindustrie, die für die Kabelsatzentwicklung von nahezu jedem OEM und Systemlieferant benutzt wird, weiterentwickelt.
KBL & Delphi’s Velocity™ Tool Suite
Als Zulieferer kompletter E/E Architekturen für Autohersteller in aller Welt sieht Delphi auch die Notwendigkeit die Methoden zur Konzeption von Architekturen und zur Entwicklung von Bordnetzen einheitlich anzuwenden. Innerhalb seines internationalen Entwicklungsverbundes hat Delphi seine Design-, Analyse- und Simulationstools zu einem Systembaukasten zusammengefasst, der Delphi Velocity™ Tool Suite. Mit dem umfangreichen Set – werden virtuelle Modelle einer Fahrzeug E/E Architektur bis hin zum letzten Stecker, der letzten Sicherungsdose, inklusive aller elektrischen Modulen und Kabelsätze erstellt. Auf diese Weise bewerten die Ingenieure auch die Auswirkungen verschiedener Kompromisse und nachträglicher Änderungen auf das Bordnetz und seiner Leistungsfähigkeit. Die international vernetzen Entwicklungszentren sind so in der Lage schnell und sicher über weite Entfernungen ihre Fachkompetenzen zu koordinieren und in einem Arbeitsgang eine vollständig optimierte E / E-Architektur zu erstellen.
Egal, wo auf der Welt und aus welchem Fachbereich der Delphi Ingenieur an einem Bordnetz entwickelt, er wendet immer die gleichen Verfahren an. Das erhöht die Entwicklungsgeschwindigkeit und den Austausch von Erkenntnissen zwischen den weltweiten Entwicklungszentren.
Die KBL ist insofern ein Baustein des Methodenkonzeptes bei Delphi. Die Delphi Velocity™ Tool Suite ist eine übergreifende Zusammenstellung aus Design-, Analysis- und Simulationstools uns stellt den problemlosen Umgang mit importierenden Daten der Autohersteller sicher. Zusätzlich sind alle, in der Velocity™ Tool Suite enthaltenen Tools wie PREEvision, das zur Entwicklung von E/E Architektur dient, netScout, ein Netzwerk Analyseprogramm und auch DELight, welches unter anderem dem Zusammenführen von 2D/3D Topologien mit elektrischen Informationen dient, miteinander verlinkt. Alle Programme greifen auf eine weltweite Datenbank zu, die es ermöglicht technisch wesentlich schneller und akkurater zu arbeiten, als es manuell möglich wäre. Zudem eignet es sich auf tieferer Ebene zu analysieren und auszuwerten als es manuell möglich wäre.
Mit diesem Know-how in der Entwicklung und Koordinierung komplexer E/E-Architekturen koordiniert Delphi eine VDA Arbeitsgruppe, die sich mit der KBL befasst.
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Datum: 04.06.2009 - 13:02 Uhr
Sprache: Deutsch
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