BDI-Präsident Rogowski warnt: Unternehmer sind in Deutschland zu unbeliebt
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Rogowksi bringt ein Beispiel aus der Praxis, um dem Vorurteil über faule und raffgierige Unternehmer entgegenzuwirken. So sei er mit dem Schicksal eines sehr sozial eingestellten Unternehmers konfrontiert gewesen, der sich gegenüber seinen Mitarbeitern immer tadellos verhalten habe. Als es seinem Betrieb schlecht ging, machte er bei der Bank, der Krankenkasse und beim Finanzamt kräftig Schulden. Schliesslich habe er Konkurs anmelden müssen: "Das Einfamilienhaus, für das er ein Leben lang gearbeitet hatte, kam unter den Hammer. Im Alter von 60 Jahren stand dieser Unternehmer mit leeren Händen da und zog zu seinen Kindern. Er bekommt kein Arbeitslosengeld." Rogowski meint, dass auch dies zur Realität gehöre, und nicht nur die Arbeitslosen, die gegen Hartz IV demonstrieren.
Die Sorge, dass viele Deutschen ein zu negatives Bild vom Beruf des Unternehmers haben, teilen auch andere Wirtschaftsleute. Michael Müller, Geschäftsführer der a & o after sales & onsite services GmbH http://ao-services.de in Neuss und Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmwonline.de, kommentiert: "Unternehmer wollen keinen Sonderstatus und kein Mitleid, nur gesellschaftliche Anerkennung ihrer Leistung, ohne die wir wirtschaftlich nicht bestehen können. Falsche Gleichmacherei und Ablehnung von Leistungseliten bringt uns nicht voran. Ausserdem hat es für unser Land gravierende Folgen, wenn kein junger Mensch mehr Unternehmer werden will und die Wärme einer deutschen Amtsstube vorzieht. Hier sind auch die Schulen gefragt, die unvoreingenommen und ohne ideologische Scheuklappen über wirtschaftliche Abläufe und unternehmerisches Handeln informieren sollten."
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Datum: 03.11.2004 - 12:36 Uhr
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