Expertenrunde des Wirtschaftskuriers - Gesundheitsmarkt birgt grosse Chancen für IT-Dienstleistungen
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Die Akzeptanz der Gesundheitskarte bei Ärzten, Patienten und Datenschützern sei wichtiger als ein konkreter Starttermin. In dieser Frage waren sich alle Experten einig. Auf die Frage, ob bei der elektronischen Gesundheitskarte ein neues Desaster à la Toll Collect bei 140.000 Arztpraxen, 55.000 Zahnärzten, 22.000 Apothekern, 2.200 Kliniken und Millionen von Patienten drohe, wusste Michael Sander vom Lindauer Beratungshaus TCP Terra Consulting Partners GmbH http://www.terraconsult.de eine beruhigende Antwort: "Ich sehe das nicht so dramatisch. Wir werden wohl erst einmal eine Light-Version bekommen mit einer Karte, wo ein paar Daten drauf sind. Dann wird man anschliessend ganz pragmatisch die Probleme abarbeiten und die Technik verfeinern." Hier böte sich eine gute Gelegenheit für entsprechende IT-Dienstleister, sich auf dem Markt zu positionieren und den Praxen entsprechende Angebote zu unterbreiten.
Auf den Einwand des Mediziners Manfred Nelting, Vorstand des Gezeitenhaus Klinikums http://www.gezeitenhaus.de in Bonn, moderne Technik dürfe nicht den Kontakt zwischen Arzt und Patient ersetzen, entgegnete Helmut Reisinger, ITK komme nur eine unterstützende Funktion zu. Reisinger ist Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Nextiraone http://www.nextiraone.de. Er betonte, dass insbesondere bei der Verwaltung der Krankenhäuser klassische Lösungen wie Customer Relationship Management (CRM) und WLAN-Kommunikation zum Tragen kommen können. Nextiraone-Vertriebsleiter Thomas Schmid machte ebenfalls auf die grossen Möglichkeiten von IT-Dienstleistungen und Beratung im Gesundheitswesen aufmerksam: Jedoch setze eine richtige Beratung langjährige Erfahrung voraus. Aus diesem Grund beobachten Terra Consulting Partners und Nextiraone den Markt schon seit Jahren.
Ein weiterer Techniktrend ist die elektronische Übertragung von Röntgenbildern und Befunden, die sowohl dem behandelnden Mediziner als auch dem Patienten hilft. Zu denken sei auch an die Möglichkeit, dass ein Arzt aus der Ferne visuell mit dabei ist und Unterstützung gewährt, wenn ein Kollege in einem anderem Krankenhaus am Operationstisch steht. Sander sah einen erheblichen Bedarf auch an Managed-Services, wobei es dabei auf den richtigen Partner ankomme. Darauf setzte auch Reisinger und bemerkte am Ende des Gespräches: "Auch bei Krankenkassen sehen wir einen erhöhten Bedarf, mit Hilfe von Call-Center-Lösungen die Kundenkontakt- und Schnittstellen zu verbessern und einen transparenten Fluss der Kundendaten und -kommunikationsströme zu gewährleisten."
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Datum: 17.03.2005 - 11:47 Uhr
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