SGGT Hydraulik liefert die weltweit erste Entzunderungsanlage für Grobblech mit 320 bar Arbeitsdruck
Neue Primärentzunderung für das Grobblechwalzwerk Duisburg-Süd Neunkirchen, 4. Februar 2010. SGGT Hydraulik erhielt von der ThyssenKrupp Stahl AG den Auftrag für die Lieferung und Inbetriebnahme der neuen Primärentzunderung im Grobblechwalzwerk Duisburg-Süd. Mit einem Arbeitsdruck von bis zu 320 bar entfernt die Anlage, die seit Oktober 2009 in Betrieb ist, effizient auch den hartnäckigen Zunder, der für nickel-legierte Stähle typisch ist.
Die Anlage zeichnet sich dadurch aus, dass sie besonders den stark anhaftenden Klebzunder von der Oberfläche der Brammen zuverlässig entfernt, der sich vorwiegend auf den hoch nickel-legierten Stahlsorten bildet, die im Tank- und Behälterbau sowie beim Bau von Mobilkranen eingesetzt werden. Die ThyssenKrupp Steel Europe AG kann ihren Kunden in diesen Segmenten so eine noch höhere Oberflächenqualität bieten.
Umfangreiche Versuche im Vorfeld der Auftragserteilung haben gezeigt, dass ein außergewöhnlich hoher Arbeitsdruck von bis zu 320 bar erforderlich ist, um genügend hohen Impact für das Entfernen des hartnäckig haftenden Klebzunders zu erreichen. Dieser Druck wurde bisher weltweit an keiner Entzunderungsanlage für Grobblech realisiert.
SGGT Hydraulik GmbH verwendet für den außergewöhnlich hohen Arbeitsdruck Cartridge-Ventile nach dem neusten Stand der Technik mit 200 bis 250 mm Nennweite, die aufgrund ihrer strömungsoptimierten Konstruktion besonders verlustarm arbeiten. Die Anlage entzundert Brammen mit einer Breite von bis zu 2.400 mm und einer Dicke zwischen 90 und 380 mm. Sie ist zwischen den beiden vorhandenen Öfen angeordnet und kann für alle Brammen genutzt werden. Der Oberbalken der Anlage ist hydraulisch verstellbar und kann für jede einzelne Bramme auf die ihrer Dicke entsprechende, optimale Höhe eingestellt werden.
Der Auftrag umfasst die vollständige Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der schlüsselfertigen Gesamtanlage, die aus der eigentlichen Entzunderung und der Wasserhydraulik besteht. Das Volumen der Druckbehälter beträgt 24 m³. Ferner beinhaltet der Auftrag die elektrische Steuerung, die Automatisierung und die Visualisierung.
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