Nicht immer nach den Grossen schielen - Führung nach Feldherrenart nicht mehr zeitgemäss

Nicht immer nach den Grossen schielen - Führung nach Feldherrenart nicht mehr zeitgemäss

ID: 15932
(firmenpresse) - Bonn/Köln - Für viele Kleinkinder ist Papa der Grösste. Ihn bewundern sie. Er ist ihr Held. Irgendwann sind die grösser gewordenen Kinder dann in der Lage, den eigenen Vater realistischer zu sehen; nämlich als eine Person mit Stärken und Schwächen. Mancher Arbeitnehmer scheint jedoch wieder in eine Art infantile Phase zu geraten, wenn er sich Vorbilder für den beruflichen Alltag sucht. Feldherren und Philosophen sollen dem deutschen Angestellten den Weg weisen, auf dass er ein erfolgreicher Manager werde. Anke Sophie-Meyer beleuchtete dieses Phänomen vor kurzem im Karriereteil der Welt http://www.welt.de. "Zum Trend der Buchbranche gehört die Renaissance der historischen Vorbilder", schrieb sie. "Besonders grosse Namen der Geschichte sind gefragt. Von Alexander dem Grossen, Julius Cäsar und Dschingis-Khan schaut man sich gern deren zeitlose Führungsprinzipien und die Kunst der Strategie ab. Dass diese Bücher gut verkauft werden, mag vor allem mit den geheimen Sehnsüchten zu tun haben, die man Führungscharakteren nach der Lage der Dinge wohl unterstellen darf. Wer möchte nicht so machtvoll und erfolgreich wie die grossen Herrscher durch das Berufsleben gehen? Besonders die, die noch einige Stufen auf der Karriereleiter erklimmen wollen, sind eifrige Käufer solcher Managerliteratur, wissen Verleger und Buchhändler."

Aber auch Klassiker wie Clausewitz, Machiavelli und Seneca stehen hoch im Kurs. "Natürlich schadet die Lektüre der Klassiker nicht. Aber ob sie viel nutzt, sei dahin gestellt. Feldherrentypen sind nicht geeignet, an der Spitze moderner Unternehmen zu stehen", sagt Marc Emde, Mitglied der Geschäftsleitung der Kirch Personalberatung http://www.kirchconsult.de in Köln. Erfolgreiche Unternehmen, so die Überzeugung des Beraters, werden nicht von einer einsamen Figur an der Spitze gesteuert, sondern von einer Führungsgruppe, die immer wieder mit neuen Ideen hervortritt. Führung nach Feldherrenart sei nicht zeitgemäss. Managementberater plädieren daher für eine dezentralisierte, verantwortungsvolle und kundenorientierte Führung und eine Abkehr vom in Deutschland weiterhin gepflegten Spezialistentum. "Eine zu enge Ausbildung ist kontraproduktiv", meint Sander. "Wir brauchen mehr Fach- und Führungskräfte, die nicht nur beispielsweise wie ein Ingenieur denken, sondern über den Tellerrand hinausschauen können. Wenn jemand unternehmerisch erfolgreich sein will, muss er die neuesten Trends aus verschiedenen Sparten aufnehmen; gleichgültig, ob sie aus dem Ingenieurwesen, dem Finanz- und Dienstleistungsgewerbe oder der Technologie kommen."



Selbstherrliche Führungstypen scheitern bisweilen an der Wirklichkeit, wie man in den vergangenen Wochen studieren konnte. Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der Wirtschaftswoche http://www.wiwo.de, beschreibt dies in seiner Kolumne anhand zweier Beispiele. Er nimmt die Demission von Bundeskanzler Schröder und Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp zum Anlass für weitergehende Spekulationen: "Beide, Schrempp und Schröder, sind von berstendem Ego: Alphatiere, die mit Kritik wenig anzufangen wissen. Beide stammen aus bescheidenen Verhältnissen, Machotypen mit dem narzistischen Drang, sich durch ihren Aufstieg beweisen zu müssen.(...)Beide, Jürgen Schrempp wie Gerhard Schröder, sind an ihrer Hybris gescheitert".

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Studie: Beschäftigte in Deutschland wollen wieder länger arbeiten Mit 66 ist noch lange nicht Schluss - Arbeitswelt entdeckt Charme des Alters
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 04.08.2005 - 16:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 15932
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Nicolaus Gläsner

Kategorie:

Dienstleistung


Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: bitte
Freigabedatum: 04.08.05

Diese Pressemitteilung wurde bisher 1028 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nicht immer nach den Grossen schielen - Führung nach Feldherrenart nicht mehr zeitgemäss"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Studie: Beschäftigte in Deutschland wollen wieder länger arbeiten ...
Bonn/Berlin - Die Menschen in Deutschland wollen länger arbeiten und erst wieder mit 65 Jahren in Rente gehen. Das besagt einer Befragung (Alterssurvey) des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend http://www.bmfsfj.de hervor. Diese Befragung wurde von Familienministerin Renate

Alphatiere und die Kuschelecke deutsche Wirtschaft ...
Bonn/Düsseldorf - Die Old Boys des rheinischen Kapitalismus treten ab. Die Vorgänge bei Volkswagen und Daimler-Chrysler waren der Sargnagel dieses Systems, das aus Kungelei zwischen Aufsichtsräten, Betriebsräten, Konzernspitzen und der Politik bestand. Für die Wirtschaftswoche (Wiwo) http://www

Neuordnung der Geschäftsbereiche der suademus-Personalberatungsgruppe ...
Die Personalberatungsgruppe suademus hat sich zum 1. August neu aufgestellt. Unter dem Namen suademus human resources outsourcing werden ab sofort alle angebotetenen Personaldienstleistungen zusammengefasst. Der Geschäftsbereich "Personalberatung im Gesundheitswesen" fungiert ab sofort

Treuhandservice der www.discount-zeitarbeit.de revolutioniert die Branche ...
Der Einsatz des Internets in der Personalbeschaffung wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken, das bestätigen rund 90 % aller Personalentscheider. Rund 74 % der Unternehmen sehen Internet-Stellenbörsen schon heute als wichtigsten oder zweitwichtigsten Kanal Ihr zukünftiges Personal zu


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z